Steuerreform kommen wird und ob der Teuerungsausgleich kommen wird, stellen sie sich hierher und zetteln ein Thema an, das auf der Prioritätenliste der Österreicherinnen und Österreicher mit Sicherheit nicht ganz oben steht. Das muss man einmal ganz allgemein sagen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Auf Ihrer!)
Die Menschen draußen haben andere Probleme, und zwar Probleme, die ihnen unter den Nägeln brennen. Nichtsdestotrotz verweigern wir uns dieser Diskussion nicht. Aber was Sie hier heute machen, das zeigt schon das Bild: Wir haben eine Frauenministerin, wir haben einen Männerminister, das heißt, es gibt wieder einmal das Auseinanderdividieren der Geschlechter. (Ironische Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Sie versuchen hier, mit Gewalt Geschlechter auseinanderzudividieren. Das ist ein Weg, den wir nicht mittragen beziehungsweise nicht mitgehen werden. Wir stehen für eine Gemeinsamkeit von Mann und Frau! (Neuerliche ironische Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Da können Sie meinetwegen lachen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek – genau das ist das, was wir wollen, und das ist das, was sich auch die Österreicherinnen und Österreicher wünschen! Die wollen nämlich nicht auseinanderdividiert werden. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Wenn Sie so lachen, dann sage ich Ihnen, meine Damen von der Sozialdemokratie (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist zum Lachen!): Sie stellen seit den neunziger Jahren die Frauenminister (Abg. Heinisch-Hosek: Sie profitieren davon!) – und was haben die weitergebracht? Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Die Forderungen sind die gleichen geblieben, und daher würde ich meinen: Das Projekt ist einfach gescheitert! (Beifall bei der FPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis: Das Projekt des Frauenministers beziehungsweise der Frauenministerin ist gescheitert, sonst müssten wir heute nicht noch immer die gleichen Probleme hier lösen.
Das liegt auch daran, weil Sie unabhängig davon, wer diesen Stuhl besetzt hat – ob das Dohnal war, ob das Prammer war, ob das Konrad war oder ob das jetzt die Frau Bures ist –, linkslinke Ideologie in Daten und Fakten zu fassen versuchen, und das gelingt schlicht und einfach nicht, weil es den Menschen überhaupt nichts hilft und weil es die Menschen nicht brauchen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Binder-Maier: Sie haben Herrn Haupt vergessen!)
Jetzt versuchen Sie, auf die Männerschiene zu gehen. Es ist ja recht schön, wenn Sie hier von einem Papamonat sprechen, aber zu Recht schreit die Wirtschaft auf, denn die Wirtschaft hat die Kosten dafür zu tragen, und das kann es ja nicht sein. Der Papamonat an und für sich ist ja von der Idee her nicht das Schlimmste, die Frage ist nur: Was ist es Ihnen wert? – Es ist Ihnen nämlich nichts wert. Die Finanzierung wollen Sie auf die Wirtschaft abwälzen, und daher kann es schon einmal überhaupt nicht funktionieren. Die Wirtschaft ist genug belastet, und wir sollten nicht unseren Wirtschaftsstandort Österreich mit Ihren Experimenten noch mehr belasten. (Beifall bei der FPÖ.)
Sie könnten aber das Geld, das Sie permanent für irgendwelche Kampagnen in die Hand nehmen, wie zum Beispiel in Wien für die Piktogramme, wo die Sado-Maso-Frau mit Minirock und Schaufel auf der Baustelle arbeitet, eine Kampagne, die Unsummen verschlungen und den Frauen überhaupt nichts gebracht hat – im Übrigen bringt sie auch den Männern nichts –, sparen und es in die Familienpolitik investieren. Investieren Sie dieses Geld in die Frauen und Männer, denn letztendlich sind es dann die Kinder und die Familien, die davon profitieren würden! (Beifall bei der FPÖ.)
Oder die Kampagne, die Sie vor einigen Jahren gemacht haben, wo es hieß: „Ganze Männer machen Halbe-Halbe.“ – Nach sechs Wochen war diese Kampagne wieder weg. Sie hat Unsummen gekostet – gebracht hat sie nichts!
Es wollen die Österreicherinnen und Österreicher nicht immer von Ihnen gesagt bekommen, was sie zu tun haben, wie sie sich zu verhalten und wie sie zu handeln ha-
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