Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll23. Sitzung / Seite 539

HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite

die Finanzierung des FWF mit der Grundlagenforschung für die nächsten fünf Jahre auf ein sicheres Fundament gestellt worden, und zwar mit 800 Millionen €.

Zu begrüßen ist auch, dass es erstmals gelungen ist, die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die Österreichische Akademie der Wissenschaften, mit einem Globalbudget auf bessere strategischere Beine zu stellen. Damit wird die Exzellenzfor­schung unterstützt, insbesondere die Profilbildung, damit ist es aber für die ÖAW auch möglich, noch besser als bisher mit den Universitäten im Bereich Exzellenzforschung und Clusterbildung zu kooperieren und Schwerpunkte zu setzen.

Mit den Kollektivverträgen für Universitätsbedienstete ist es dir, Herr Bundes­minister Hahn, gelungen, einen weiteren Meilenstein zu setzen. Und wir sind dir sehr dankbar für die Nachhaltigkeit, dass du gemeinsam mit den Führungskräften im Hoch­schul­bereich nicht aufgegeben hast, sondern drangeblieben bist, denn auch das war ein wichtiger letzter Schritt, um Modernität und internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Universitäten zu sichern. (Beifall bei der ÖVP.)

Die duale Ausbildung wird in ihrer Durchlässigkeit zum tertiären Bereich mit dem Modell „Lehre und Matura“ unterstützt, aber vor allem auch mit dem Modell der Fach­hochschulen.

Wenn hier Kollegen die mangelnde Erhöhung kritisiert haben, dann weiß ich nicht, warum sie nicht die 13,7 Prozent Erhöhung im Budget finden. Auch da würde ich also empfehlen, das Budget genauer zu lesen, denn gerade heuer wird ja sichergestellt, dass die Mittel für jeden Studienplatz um durchschnittlich 13,7 Prozent erhöht werden und damit alle laufenden Studiengänge gesichert sind. Wir alle hoffen auf eine noch bessere Budgetentwicklung in den kommenden Jahren, um auch einen weiteren raschen Ausbau vorantreiben zu können.

Die Stärkung von Auftragsforschung und die Verbesserung der Schnittstellen und Transfereinrichtungen zwischen Universitäten und Wirtschaft werden dazu ein wich­tiges Instrumentarium sein. Deswegen ist gerade die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaft und den Universitäten so wichtig, um gemein­sam Clusterbildung zu betreiben, um gemeinsam die nötigen Impulse für die Gesell­schaft und für die Wirtschaft zu ermöglichen, denn das bedeutet die allerschnellste Rückkehr zu einem Wirtschaftswachstum.

Unsere Hochschulautonomie wurde international zu einem Erfolgsmodell, und wir alle empfangen Delegationen, die sich unser österreichisches Modell international an­schauen und sich daran orientieren.

Die Leistungsvereinbarungen, wie erwähnt, haben sich bewährt, aber Leistungs­vereinbarungen gehören weiterentwickelt, und diese Weiterentwicklung ist in der zitierten UOG-Novelle vorgesehen.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Autonomie nicht Beliebigkeit heißen kann, sondern auch Hochschulautonomie dort Grenzen braucht, wo gesellschaftlichem Fort­schritt seitens der Universitäten nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass im Universitätsgesetz die Frauenquote von 40 Prozent künftig festgeschrieben sein wird und die Universitäten daher in allen zu nominie­renden Gremien möglichst rasch die 40 Prozent zu erreichen haben.

Wenn wir davon ausgehen, dass bereits 57 Prozent der Maturantinnen und Maturan­ten, 58 Prozent der Studierenden, 53 Prozent der Hochschulabsolventinnen und Hoch­schulabsolventen weiblich sind, dann ist es nicht akzeptabel, dass nur 14,2 Prozent der Professorinnen und Professoren Frauen sind. Aber gerade in den nächsten fünf Jahren besteht die größte Handlungsmöglichkeit, denn allein in Wien wird jede zweite Stelle frei, jede zweite Professur nachbesetzt. Deswegen ist diese UOG-Novelle besonders


HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite