Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll35. Sitzung / Seite 66

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Jahr dazukommt, auf 15 Jahre. Ich würde daher sagen, es ist eine beträchtliche För­derung, die wir da in die Hand nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)

Es ist auch von Frau Glawischnig gesagt worden: Güssing ist energieautark, warum machen wir es nicht – der Bürgermeister von Güssing kommt ja aus unserem Bereich – wie Güssing?

Wissen Sie, was der Bürgermeister von Güssing argumentiert, der Bürgermeister selbst als Projektbetreiber? – Österreich ist nicht Groß-Güssing! Wir können die Städte nicht mit Wald und mit sonstigen Dingen, was Biomasse anbelangt, entsprechend versorgen. Wenn wir das alles umrechnen und sagen, wir machen alles mit Biomasse, dann haben wir in sieben Jahren in Österreich keinen einzigen Baum. Dann haben wir nicht die Abhängigkeit von fossiler Energie, von diesem Bereich, sondern von anderen Ländern, aus denen wir importieren. Sie sollten daher auch die Relationen einiger­maßen richtigstellen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja völliger Unsinn! – Abg. Mag. Kogler: Das ist doch weit unter Ihrem Niveau!)

Ich glaube, das, was wir machen, einen ausgewogenen Mix entsprechend vorzusehen, ist der richtige Weg. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja völliger Unsinn! Entschuldigung! Reden Sie einmal mit dem Biomasseverband!) Ich muss Ihnen ehrlich sagen, Sie sollten es einmal nachrechnen! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie mit dem Biomasseverband!) Sie sollten es rechnen, bevor Sie so etwas sagen. Das sagt der Bürgermeister von Güssing selbst. Glauben Sie wirklich, dass Sie in einer Großstadt, wo Sie Leistungserfordernisse haben, wo die Bundesbahn und auch große Industriebetriebe sind, einfach sagen können: Ob die Sonne scheint oder nicht, ist uns egal, Hauptsache, wir sind in dieser Weise autark!? – So funktioniert leider das Leben nicht! (Beifall bei der ÖVP.)

Auch was die gerade vom Vorredner angesprochenen Dinge anlangt, wie beispiels­weise die Kundensituation mit der freien Wahl und dergleichen: Wir haben jetzt das dritte Paket im Bereich der EU umzusetzen, und das wird genau diese Punkte regeln. Also keine Sorge, dass wir das nicht machen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)

Auch die Fragestellung: Können wir nicht einfach den Deckel weggeben?, taucht im­mer wieder auf. Wenn wir den Deckel weggeben, machen wir sowieso die Ausrichtung zur Photovoltaik hin. – Das stimmt, Deutschland hat genau dieses Problem, dass es keinen Deckel gibt. Aber wissen Sie, was Sie dann bewirken, wenn Sie den Deckel wegnehmen? Sie treiben dann alle anderen aus dem Förderungsbereich, die nicht so hohe Subventionen haben. Sie haben damit dann Biomasse, Sie haben dann damit Windenergie nicht mehr in der Relation, wie wir sie eigentlich entwickeln wollen.

Ich habe das Thema Wasser in der Begründung Ihrer Anfrage ausdrücklich vermisst, Sie haben erst auf mein Stichwort „Wasser“ reagiert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wollen Sie die Großwasserkraftwerke fördern, oder was?) Es ist das Wasser nicht vorgekommen.

Daher, meine Damen und Herren, zusammengefasst: Wir haben, was die Strom­erzeu­gung anbelangt, eine Vorreiterrolle, die wir jetzt mit dem Ökostromgesetz noch weiter ausbauen werden. Sie haben aber auf der zweiten Seite eines: Das ist der Konsument, das ist die Wirtschaft, die das auch bezahlen müssen! Das wird uns ja nicht geschenkt, sondern die müssen es bezahlen, daher muss beides in einem vernünftigen Rahmen stehen.

Da Sie E-Mobility angesprochen haben: Genau das ist es! Wir fördern und forschen in dem Bereich, was Batterien anlangt. Sie sollen mehr Reichweite haben, sie sollen kostengünstiger und auch leichter werden. Das ist es! Für den Forschungsbereich


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