Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll188. Sitzung / Seite 194

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rigen Niveau zuerst um 40 Prozent gekürzt; das musste aufgrund der großen Proteste wieder zurückgenommen werden. Spanien: mehr als 12 Prozent, Großbritannien: 15 Prozent. Diese Liste ließe sich noch fortsetzen. In Anbetracht dieser Vergleiche zeigt sich der doch sehr hohe Stellenwert, den Kunst und Kultur auch materiell bei uns in Österreich genießen.

Betrachten wir jetzt exemplarisch den Bereich „Darstellende Kunst“! Ich habe da den Kunstbericht 2007/2008 mit dem Kunstbericht 2010/2011 jeweils bezüglich der Einzel­förderungen verglichen. Es lässt sich da Folgendes feststellen: Der Betrag pendelt von 17,54 Millionen € auf 19,13 Millionen € 2010/2011. 2008 wurden zwölf Künstler einzeln gefördert, 2011 waren es neun. Bei den Künstlerinnen waren es 26, und das ist auf 30 gestiegen.

Die durchschnittliche Fördersumme ist natürlich gestiegen: 2008 hat jeder Künstler 5 610 € bekommen, im Jahr 2011 5 910 €; das ist eine Steigerung um 5,3 Prozent. Bei den Künstlerinnen war die Steigerung wesentlich höher: von 5 680 € im Jahr auf 6 700 €, also eine Steigerung um über 18 Prozent.

Ich denke, das zeigt, dass in diesem Bereich sehr wohl budgetrelevante, emanzipatori­sche Politik vertreten wird, und dafür gehört unserer Ministerin Anerkennung, aber auch der Kultursektion und den Beiräten und den Jurys, die dafür gesorgt haben. (Bei­fall bei SPÖ und ÖVP.)

Besonders freut es mich, dass der ehemalige Staatssekretär Wolfgang Waldner, der im gestrigen „Kurier“ zitiert wurde, mit folgenden Worten – und damit hat er ein langjähri­ges sozialdemokratisches Bekenntnis übernommen – zur Kunst Stellung bezog:

Man müsse „die imaginäre Wand zwischen Politik und Kunst niederreißen“ und „die Künstler als Seismografen der Gesellschaft schätzen lernen“. – Zitatende.

Sie sehen also, sozialdemokratische Kunst- und Kulturpolitik wirkt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

19.01

19.01.20

 


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet.

Die Debatte ist geschlossen.

Wir kommen nun zur Abstimmung.

Zunächst kommen wir zur Abstimmung über den Antrag des Kulturausschusses, den vorliegenden Bericht III-341 der Beilagen zur Kenntnis zu nehmen.

Wer für die Kenntnisnahme eintritt, den bitte ich um ein Zeichen der Zustimmung. – Der Antrag ist mit Mehrheit angenommen.

Wir gelangen des Weiteren zu den Abstimmungen über die beiden Entschließungen, die dem Ausschussbericht 2126 der Beilagen angeschlossen sind.

Zunächst kommen wir zur Abstimmung über die Entschließung betreffend Aufnahme der Aktivitäten von Filmfestivals in Kunst-, Förder- und Filmwirtschaftsberichte.

Wer hierfür eintritt, den bitte ich um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist einstimmig angenommen. (E 289.)

Weiters gelangen wir zur Abstimmung über die dem Ausschussbericht 2126 der Beila­gen angeschlossene Entschließung betreffend die Ausweitung der Genderstatistik.

Ich bitte diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die hiefür eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist mit Mehrheit angenommen. (E 290.)

Wir kommen jetzt zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Markowitz, Kollegin und Kollegen betreffend freien Eintritt für Kinder und Jugendliche in österreichische Theater.

 


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