Steger: Und das wäre? – Abg. Gartelgruber: Aber vielleicht hat sie trotzdem recht!), aber ich sage ganz offen: Sie machen es deshalb inhaltlich nicht richtiger.
Was die Frage im Sport betrifft: Sie wissen, manches Mal legt man das eine oder andere Wort nicht so auf die Waagschale, aber bei den Sportsprechern der Parteien bin ich dann schon etwas schärfer geschalten. – Jetzt kommt wieder ein bisschen diese militärische Sprache durch, lageangepasst. (Abg. Gartelgruber: Ja, ja!) Denn ganz offen gesagt, ich bitte uns nur gemeinsam – ich weiß, dass es zum politischen Jargon gehört –, dass wir uns von solchen Sprechblasen distanzieren.
Ich freue mich ja, dass Sie das jetzt ein bisschen ernster angehen und so weiter. Wenn Sie den Sportstätten-Masterplan ansprechen, dann sage ich Ihnen in der gebotenen Kürze dazu: Bundesleistungszentrum Wettklettern in Innsbruck; künstliche Kanustrecke in Wien – wie Sie ja wissen, das wissen sicherlich alle, findet nächste Woche die Kanu-Europameisterschaft statt –; Indoor-Leichtathletikanlage in Graz-Eggenberg; Ballsporthalle in Graz/Hüttenbrennergasse; Turnleistungszentrum in Innsbruck, Leistungszentrum für den Rudersport Linz-Ottensheim, Biathlon-Weltmeisterschaft 2017 in Hochfilzen. – Das sind nur ein paar Projekte im Sportstätten-Masterplan.
Bei aller Wertschätzung, seit März 2013 habe ich die politische Verantwortlichkeit für den Sport. Wenn Sie einmal in Ihrem Leben ein Projekt auf die Beine stellen, das 15 Millionen € kostet, an dem drei Partner beteiligt sind, inklusive sämtlicher Bewilligungsverfahren, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg, dass Sie schneller sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, zum Thema Sport möchte ich abschließend noch in der gebotenen Kürze etwas über das Projekt „Rio“ sagen: Kollege Brosz! Als Vorsitzender muss man sich die Dinge schon ein bisschen näher anschauen. Wenn Sie mich kritisieren bei einzelnen meiner Projekte im Bereich der Spitzensportförderung, dann erwarte ich mir, dass Sie sich die Projekte näher ansehen. (Abg. Steger: Wo ist der Plan?)
Im Projekt „Rio 2016“ stelle ich pro Jahr 5 Millionen € zur Verfügung, das sind 20 Millionen € in Summe. In diesem Zusammenhang wählen die Auswahl der Athletinnen und Athleten, die sich in diesem Projekt befinden, gemeinsam die Trainer, die Betreuer mit den Verbänden. Darüber hinaus gibt es einen Strategiebeirat und eine Beratungskommission, die in meinem Auftrag hier die Detailauswahl durchführen. (Abg. Kickl: Wo ist der Plan?)
Ich sage Ihnen ganz offen, und ich habe es im Ausschuss auch gesagt: Ja, das haben wir deshalb aufgestellt, weil wir unsere Lehren aus London gezogen haben. Ich sage Ihnen in diesem Zusammenhang daher ganz offen: Bitte, wenn Sie einzelne Persönlichkeiten kritisieren mit dem Argument, dass es da eine Unvereinbarkeit gibt, dann müssen Sie sich vorher informieren. Triathlon-Präsident ist nämlich nicht Herr Horschinegg, sondern Herr Walter Zettinig. Also kritisieren Sie nicht einzelne Persönlichkeiten, die diese Aufgabe nicht erfüllen, die Sie in den Raum stellen! (Abg. Brosz: Er hat mit den geförderten Sportlern nichts zu tun!)
Zu guter Letzt, Herr Abgeordneter, sage ich Ihnen noch eines: Der Herr Präsident Schröcksnadel ist von mir eingesetzt worden als Chefkoordinator für dieses Projekt „Rio 2016“. Ich sage auch im Hohen Haus: Wir können alle dankbar sein, wenn im Sport erfolgreiche Persönlichkeiten sich ehrenamtlich zur Verfügung stellen, ihre Erfahrungen und Erfolge, die sie im Wintersport nachweislich geleistet haben, auch dem Sommersport zur Verfügung stellen. Ich freue mich daher, dass es gelungen ist, Präsident Peter Schröcksnadel hier als Koordinator aufzunehmen.
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