Voraussetzung für einen qualitätsvollen Standort mit guten und sicheren Arbeitsplätzen ist die Qualität der Verkehrs- und der Telekommunikationsinfrastruktur.
Weil das so ist und wir das auch ernst nehmen, haben wir einen Gesamtverkehrsplan entwickelt und haben darin klare Prioritäten gesetzt. Es findet im Bereich Infrastruktur keine Verteilung nach dem Gießkannenprinzip statt, sondern die Priorisierung eines umweltfreundlichen Verkehrsmittels, eine Priorität für den öffentlichen Verkehr, zu dem wir uns bekannt haben.
Das darf aber nicht nur ein Bekenntnis sein beziehungsweise in einem Gesamtverkehrsplan stehen, sondern das muss sich auch in den Zahlen widerspiegeln, und in diesem Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehen Sie das auch.
1,8 Milliarden € werden 2014 in die Infrastruktur investiert: eine Hälfte in die großen europäischen Korridore – darauf werde ich noch zurückkommen –, aber die andere Hälfte in die Modernisierung unserer Züge, in den Erhalt unseres Bestandsnetzes, in Sicherheitssysteme und, was mir ganz wichtig ist, auch in die Sanierung unserer Bahnhöfe. Das sind Investitionen nicht nur in die Energieeffizienz von Bahnhöfen, sondern vor allem auch in den barrierefreien Zugang auf Bahnhöfen.
Wir werden in den nächsten beiden Jahren dieses Programm betreffend barrierefreie Bahnhöfe in Österreich ausbauen, und Ende 2016 werden 140 Bahnhöfe – und zwar die zentralen Bahnhöfe Österreichs – barrierefrei sein. Damit wird für 80 Prozent aller Fahrgäste der Bahn ein barrierefreier und behindertengerechter Zugang ermöglicht. Es wird auch Blindenleitsysteme geben, und die Bahnhöfe werden mit allem ausgestattet sein, was Menschen, die es ohnedies nicht so leicht im Leben haben, heute technologisch angeboten werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Nun ist es das eine, Menschen umweltfreundlich mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu befördern und ihnen ein attraktives solches anzubieten, das andere ist natürlich der Güterverkehr. Wir wollen keine Lkw-Lawinen auf unseren Straßen, sondern wir wollen den Güterverkehr auf der Schiene, daher bauen wir die zentralen Terminals aus. Es gibt auch eine Förderung für die Beförderung von gefährlichen Gütern auf der Schiene, damit diese nicht auf der Straße, sondern eben auf der Schiene befördert werden.
All diese Investitionen im Bereich der Bahn sind kein Selbstzweck, sondern, wie gesagt, die schaffen – ich verweise auf die entsprechende WIFO-Studie – 30 000 Arbeitsplätze in unserem Land, und es sind Zukunftsinvestitionen, die tatsächlich die nächsten 100 Jahre den nächsten Generationen zur Verfügung stehen werden.
Lassen Sie mich als Antwort auf die Frage ein konkretes Beispiel bringen: Warum wird da so viel Geld investiert? – Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Geld in die Weststrecke investiert, und jeder, der auf der Weststrecke fährt, spürt das. Sie spüren es auch deshalb, weil es immer mehr Menschen gibt, die sagen: Es ist doch sinnlos, von Linz nach Wien mit dem Auto zu fahren, wenn ich in 1 Stunde und 15 Minuten vom Zentrum von Linz im Zentrum von Wien bin, und es ist doch sinnlos, mit dem Auto zu fahren, wenn ich jeden Tag – täglich! – 54 Verbindungen von Linz nach Wien und von Wien nach Linz habe. (Zwischenruf der Abg. Brunner. – Abg. Lichtenecker: Und von Linz nach Graz?)
Wir haben auf der Weststrecke viermal so viele Menschen, die diese nützen, als auf der Südstrecke – aber nicht, weil im Bereich der Südbahn weniger Menschen leben, dort leben nämlich genauso viele Menschen, es gibt genauso viele Unternehmen entlang der Südstrecke wie entlang der Weststrecke, sondern auf der Weststrecke nützen das viermal mehr Menschen als auf der Südbahn, weil wir diese Investitionen getätigt haben. Ich möchte das auch auf der Südbahn, und deshalb müssen wir den
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