men –, aber wenn wir einen abschaffen, stellt sich in Wirklichkeit die Frage, wer dann die Aufgabe wahrnimmt. Das kann man bei einem Hebebühnenbeauftragten oder Elektroinstallationsbeauftragten relativ leicht machen, dort gibt es Professionisten. Man muss aber auch auf die Einsparungen achten, diese treffen 16 000 oder 25 000 Unternehmen. Also meines Erachtens ist die Botschaft durchaus angekommen, aber auch ein paar andere Botschaften, die Sie teilweise schon erwähnt haben.
Ich möchte trotzdem auf die Internationalisierung hinweisen. Ich habe Ihnen vor sechs Jahren hier die Strategie der Diversifikation vorgestellt. Diese hat Sie nicht so begeistert oder interessiert, das macht aber nichts. Sie war trotzdem richtig, denn wenn wir in Europa unsere Produkte nicht mehr in dem Ausmaß absetzen können, dann müssen wir im Endeffekt in andere Länder gehen, und vor allem nicht nur automotive Produkte absetzen – das gelingt!
Wenn Sie sich zum Beispiel die Mühe machen, sich die Studie des IMD-Instituts genau anzuschauen, dann sehen Sie, dass wir auf Platz eins bei der Exportproduktkonzentration – wo wir hingehen, und was wir tun – sind. Das bedeutet, dass unsere go-international-Strategie nicht nur richtig ist, sondern auch ausgebaut werden wird; das haben wir im Budget auch abgedeckt. In diesem Zusammenhang, Roberta, haben wir auch diese von dir angeregte Evaluierung eingebunden; die wird jedes Jahr gemacht, und daher ist auch die Frage, was damit bewirkt wird, erledigt.
Wir haben uns in den letzten Jahren von insgesamt 46 000 auf 55 000 Exportunternehmen steigern können beziehungsweise planen diesen Ausbau, und werden in diesem Zusammenhang noch mehr Klein- und Mittelbetriebe heranziehen können. Auch das ist jetzt noch einmal ein Hinweis darauf, wie gut oder wie schlecht wir liegen. Wir haben momentan einen Höchststand an Unternehmen, einen Höchststand an Beschäftigten und einen Rekord bei den Ansiedelungen. Letztes Jahr haben sich 228 neue Betriebe hier angesiedelt. Da kann man sagen, das werden Kleinbetriebe gewesen sein. – Nein, es waren sehr viele deutsche Betriebe, sehr viele Italiener, und die haben 341 Millionen € investiert. Das klingt gut, ist auch gut, aber man muss auch die anderen Probleme sehen.
Der nächste Punkt, wo ich Negatives sehe, betrifft das Innovation Union Scoreboard. Wir streben schon seit Jahren an, dass wir Innovation Leader werden, wir sind aber Innovation Follower (Abg. Lichtenecker: Arbeiten wir daran?), Frau Lichtenecker hat es erwähnt, in diesem Zusammenhang muss man auch die Ursachen sehen: Wir haben beim Venture Capital und auch bei sonstigen Risikofinanzierungen Probleme.
Wir haben hier nicht gekürzt – das stimmt nicht –, wir haben genau den Plan, diesen Bereich innerhalb von sechs Jahren mit 110 Millionen € auszustatten, damit wir eine echte Grundlage für die Unternehmen haben, hier auch tätig zu werden, und zwar genau in dem Bereich, der auch Zukunft hat. Daher glaube ich, dass wir dort gut aufgestellt sind.
Ein weiterer Ansatzpunkt, der kritisiert wird, ist, wir würden beim AWS mit den Mitteln herunterfahren. – Das stimmt, aber wir stellen auch das Förderungssystem um. Wir gehen weg von den Zuschüssen, die allgemein beklagt werden, weil sie verlorene Zuschüsse sind, auch von den rückzahlbaren Förderungen. Wir gehen stärker in Richtung Haftungen und Garantien, weil wir damit mehr Unternehmen erreichen können. Das gilt für den Tourismus, das gilt aber auch für den Bereich der Mittelunternehmen. Wir schaffen dort eine solide Ausstattung, was die gesamte Vorgangsweise anbelangt. Das heißt, ich bin mir sicher, dass wir damit auch die Innovation wieder nach vorne bringen.
Sie haben es gestern angesprochen, manche haben es auch kritisiert: die Zusammenlegung von Wirtschaft und Wissenschaft, was die Funktionsweise anbelangt. Ich
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