Bericht des Rechnungshofes kann man aber entnehmen, dass im Jahr 2010 durchschnittlich 74 Stunden geflogen wurden und 2011 nur 70 Stunden. Das heißt, sogar da fehlt die Tendenz noch.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist eigentlich alarmierend, wenn man sieht, wie die Luftraumüberwachung in Österreich aufgestellt ist. Dieser Zustand ist definitiv gefährlich.
Ein weiterer Punkt ist hier ins Treffen zu führen. Es gibt nämlich auch einen Widerspruch im Hinblick auf die geplante Änderung des Luftraumes. Nur zur Information: Man will den anmeldepflichtigen Luftraum in Österreich entsprechend ausweiten. Das heißt, die Luftraumüberwachung wäre auch für diese Bereiche zuständig. Und in weiterer Folge müssten auch die Eurofighter gerade im Anflug auf Zeltweg tiefer fliegen. Grund dafür ist eine drohende Vereisung. Und jetzt stelle ich die Frage in den Raum, ob es gescheit ist, dass tatsächlich nur 70 Stunden geflogen werden, obwohl es heißt, die Befähigung der Piloten, ordentlich und sicher mit dem Flugzeug umzugehen, setzt 110 Flugstunden voraus. Das heißt, hier gefährde ich auch massiv die Bevölkerung. Es geht in diesem Fall zum einen um die Sicherheit und zum anderen auch um den Lärm, dem die Bevölkerung dort ausgesetzt sein wird.
Ich halte diese Änderung des Luftraumes in Österreich tatsächlich für einen Schnellschuss. Proteste, die es bereits im Vorfeld dazu gegeben hat, bestätigen das auch. Es hat Hunderte Mails von Flugsportlern gegeben. Und die Hauptkritikpunkte, die ich auch, da ich selbst auch Flieger bin, nachvollziehen kann, sind zum Beispiel, dass der anmeldepflichtige Luftraum für Hänge-, Paragleiter und Drachenflieger in Wirklichkeit ein völliges Aus bedeuten würde, weil man dann einfach Transponder mitführen müsste, was bei diesen Sportarten nicht möglich ist, weil man Funkgeräte mitführen müsste und so weiter. Das wäre also für diesen Sportzweig eine echte Katastrophe.
Weiters würde das eine absolute Überlastung für die Austro Control und für die Fluglotsen bedeuten. Also wenn ich hier einen anmeldepflichtigen Luftraum habe, der zirka um ein Drittel erhöht wird, dann möchte ich nicht wissen, was in der Austro Control stattfindet, wenn da alle Flüge angemeldet werden müssen. In diesem Fall ist klar, dass man mehr Personal benötigt und höhere Kosten entstehen. Die Frage ist: Wer soll das bezahlen? Ich denke, auch da wird es wiederum einmal über Umwege die Bürger treffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Weiters, und das ist ein wesentlicher Punkt, ist es einfach ein enormes Sicherheitsrisiko, das man da eingeht. Es gibt eine stärkere Frequentierung des anmeldepflichtigen Luftraumes, das heißt, es sind mehr Flugzeuge in diesem Bereich unterwegs, niedrigere, riskantere Anflüge sind notwendig, und in weiterer Folge stellt dies gerade für Segelflieger, die oft auch mit Landungen am Außenrand arbeiten müssen, ein echtes Risiko dar, nicht richtige Landeplätze zu finden und somit Unfälle zu verursachen.
Die flachen Anflüge, wie sie da notwendig werden, könnten gerade im Bereich Graz zu echten Katastrophen führen. Wenn man zum Beispiel über den Schöckl nach Graz flacher anfliegen muss und einen Vogelschlag hat, dann wäre das Aufschlaggebiet der Flugzeuge mitten im Stadtgebiet. Ich glaube, da hat man nicht wirklich nachgedacht und es ist dringend erforderlich, entsprechend nachzujustieren.
Auch vonseiten des Tourismus – ich habe es schon angeführt – gibt es massive Beschwerden. In den Bereichen Gerlitzen, Schöckl, Radstadt, Salzkammergut, Hochschwabgebiet, Innsbruck und Umgebung wäre der Flugsport entsprechend gehemmt. Die Tourismusbetriebe würden darunter leiden. Also auch da eine Katastrophe.
Von der erhöhten Lärmbelästigung habe ich bereits gesprochen. Davon sind die Gebiete Nockberge, Klagenfurt, Graz, Wien, Salzburg und Linz betroffen.
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