Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll44. Sitzung / Seite 139

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tem beruht auf der Ergebnismessung von Krankheitsbildern und vergleicht Behand­lung, Prozesse und Strukturen. Verbesserungsmaßnahmen werden mit den jährlich stattfindenden Peer-Reviews erreicht, und Ende 2014 wird ein neuer A-IQI-Bericht vor­gelegt.

Zur Frage 25:

Anfang Oktober wurde von der Bundes-Zielsteuerungskommission die Etablierung ei­nes österreichweit einheitlichen protokollgestützten Expertensystems als Grundlage für TEWEB beschlossen und weitere Rahmenbedingungen für den Betrieb und die Nut­zung dieses Expertensystems festgelegt.

Zur Frage 26:

Entsprechend den Anforderungen und den dafür geltenden vergaberechtlichen Vorga­ben ist für das Beschaffungsverfahren mit einer Durchlaufzeit von zirka einem halben Jahr zu rechnen.

Zur Frage 27:

Im Rahmen der Pilotierung sollen und müssen erste Erfahrungen im Operativen ge­sammelt und evaluiert werden, und ein diese Erkenntnisse nicht berücksichtigender bundesweiter Testbetrieb wäre daher mit kaum abschätzbaren Risiken und potenziell vermeidbaren Kosten verbunden.

Zur Frage 28:

Für ELGA ist nicht allein der Bund zuständig, sondern vor allem die ELGA-Systempart­ner Bund, Länder und Sozialversicherung, und es bedarf der Zusammenarbeit weiterer Gesundheitsorganisationen.

Das Kernstück, das ELGA-Berechtigungssystem, wird derzeit intern getestet. Die um­fangreichen Tests mit den großen österreichischen Spitalsverbünden werden im De­zember beginnen und weit in das Jahr 2015 hineinreichen. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass erste Spitäler Ende 2015 mit ELGA starten, bis Mitte 2016 sollen alle öffent­lich finanzierten Krankenanstalten folgen.

Zu den Fragen 29 und 30:

Entsprechend meinem heutigen Informationsstand besteht kein Anlass, den Zeitplan für ein weiteres Rollout infrage zu stellen.

Zur Frage 31:

Die Usability von ELGA ist mir als Ärztin, wie ich schon oft gesagt habe, ein großes An­liegen. Für die Integration von ELGA in die Arbeitsplatzsoftware von Ärzten und Apo­theken werden Empfehlungen für eine nutzerfreundliche Implementierung ausgespro­chen, die gemeinsam mit Vertretern der österreichischen Ärzte- und Apothekerkam­mer, den Ordinationsassistenzen, Vertretern von Krankenhausverbünden und Software-
Herstellern ausgearbeitet werden.

Zu den Fragen 32 und 33:

Die Leistungsdokumentation KAL in ihrer jüngst weiterentwickelten Fassung befindet sich in Umsetzung. Diese Dokumentationen werden für ELGA verwendet. Darüber hi­naus werden für ELGA weitere Standards wie zum Beispiel für Labor oder Röntgen festgelegt.

Die Terminologien werden seit Anfang 2014 auf dem vom Bundesministerium für Ge­sundheit eingerichteten Terminologie-Server bereitgestellt. Damit wird die elektroni­sche Verarbeitung beziehungsweise Aktualisierung bundeseinheitlicher Terminologien und Klassifizierungssysteme nicht nur für ELGA, sondern auch für andere eHealth-An-


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