morgen vorgreifen, aber da könnten Sie sich vielleicht noch ein bisschen kundig machen und uns morgen die Zahlen vielleicht noch geben.
Das einzige Thema, von dem die Frau Bundesminister Oberhauser wirklich betroffen wäre, weil es in ihre Ägide gefallen ist, wäre die Sache Ebola gewesen. Das hätten Sie zu einem Thema machen können, das wäre vielleicht auch ein interessantes Thema gewesen, möglicherweise auch nicht ganz so technisch wie Ihre Dringliche Anfrage. Ich habe nämlich bei den Fragen und auch bei der Beantwortung, die dementsprechend technisch gegeben worden ist, das Gefühl gehabt, dass die Leute zu Hause den Fernseher abschalten, weil sie nichts mehr verstehen, weil da einfach nur mit irgendwelchen Begriffen herumgeschmissen wird. Ich finde das schade. Man hätte hier sicherlich eine ordentliche Dringliche Anfrage an die Frau Gesundheitsminister stellen können, sie dann allerdings auch Dinge fragen können, für die sie zuständig ist.
Sie haben beispielsweise Fragen zu den Krankenkassen gestellt. Da besteht natürlich eine Kompetenzproblematik, aber ein Teil liegt nun einmal im Sozialbereich und ein Teil liegt im Gesundheitsbereich. Und Sie selbst schreiben bei manchen Fragen: Im Sozialausschuss wurde ... Also Sie wissen ja selbst, dass Sie Fragen gestellt haben, die hier nicht hergehören.
Was mir nicht ganz klar ist: Wir haben morgen nicht nur die Gesundheitsdebatte, wir haben morgen auch die Sozialdebatte. Und Sie stellen eine Anfrage, die in Wirklichkeit diesen Debatten vorgreifen könnte, alles aber nur halb, weil wir die Gesetzesmaterien, die zu beschließen sind, gar nicht hier haben. Es ist eigentlich eine Halbdebatte, eine seichte Debatte, die nicht in die Tiefe geht, wo Sie versuchen, irgendetwas herauszubekommen, wobei ich persönlich Ihre Intention nicht verstanden habe, was Sie mit dieser Dringlichen Anfrage denn eigentlich wissen möchten. Also das ist mir persönlich nicht ganz klar geworden. (Beifall bei der FPÖ.)
Ich möchte jetzt aber schon noch sagen, weil mir das wirklich ein Anliegen ist: Ich glaube, dass wir, wenn wir schon die Frau Gesundheitsminister hier haben, auch über das Problem Ebola reden sollten. Es tut mir wahnsinnig leid, dass Sie das nicht angesprochen haben. Die Frau Bundesminister war ja in den Medien sehr präsent, weil es auch ein Thema ist, das die Menschen bewegt, nämlich weit mehr bewegt als die Frage, welchen Nutzen die Patienten von Best Point of Service haben. Das sind Dinge, mit denen die Leute gar nichts anfangen können. Die wollen eine gute Versorgung haben, die wollen, dass die Versorgung effizient und richtig ist.
Eine Ergänzung zu den Ausführungen des Kollegen Rasinger möchte ich auch noch machen: In Österreich kann innerhalb von zwei Stunden jeder Patient zu einem Facharzt kommen, egal, welche Krankheit er hat. (Bundesministerin Oberhauser: Stimmt!) Und das gibt es in keinem anderen Land der Welt! Das ist etwas, das sollten Sie einmal hochhalten!
Das muss ich Ihnen schon sagen, bei aller Kritik, die man an einzelnen Dingen im Gesundheitswesen üben kann. Und da gibt es vieles, was wir auch immer wieder kritisieren, aber insgesamt sind die Tendenz und die Richtung unseres Gesundheitswesens nicht schlecht. Darauf sollten wir gemeinsam stolz sein, würde ich meinen. Aber in manchen Bereichen müssen wir es auch verbessern, das ist völlig richtig.
Aber jetzt ganz kurz zu Ebola. – Frau Bundesminister, es hat mich eigentlich fast überrascht, dass Sie heute dazu nichts gesagt haben. Sie haben es für morgen angekündigt. Es hätte vielleicht diese Debatte auch etwas interessanter gemacht. Ich glaube, bei Ebola ist sehr viel schiefgelaufen. Was uns ein bisschen irritiert – und ich hoffe, Sie erzählen uns das morgen genau –, das war ja auch das Treffen der Gesundheitsminister der EU, das teilweise auch sehr, sehr kritisch beäugt worden ist. So spricht beispielsweise eine britische Expertin davon, dass Fiebermessungen auf den Zielflughä-
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