lich eine Summe, die in den betroffenen Regionen nicht so ohne weiteres wettgemacht werden kann.
Man darf auch Folgendes nicht vergessen: Die Nationalparks unserer Prägung – also nicht nur der Nationalpark Hohe Tauern, sondern generell die Nationalparks in Österreich – sind auch Lebensraum und Wirtschaftsraum für die betroffene Bevölkerung, wo die Bevölkerung auch lebt, Einkommen erzielen muss und natürlich auch mit diesen Voraussetzungen zurande kommen muss.
Ein Nationalpark ist grundsätzlich eine äußerst positive Einrichtung, die auch von größten Teilen der Bevölkerung wertgeschätzt wird. Aber, noch einmal, man darf nicht vergessen, es ist der Lebensraum der dort betroffenen Bevölkerung, der auch mit bestimmten Nutzungsverzichten verbunden ist. Das ist einfach einmal festzustellen. Diese Nutzungsverzichte für bestimmte wirtschaftliche Entwicklungen sind in der Vergangenheit auch entsprechend abgegolten worden.
Es wird ja auch österreichweit mit tollen Bildern – ich erinnere zum Beispiel an die Adler im Nationalpark Hohe Tauern – immer Tourismuswerbung für Österreich im Ausland und im Inland gemacht. So gesehen stellen natürlich die Nationalparks auch generell eine wunderbare landschaftliche Kulisse für die Tourismuswerbung dar.
Wo liegt jetzt das Problem? – Wir haben, denke ich, im Ausschuss weitestgehend Einigkeit darüber erzielt, dass der Nationalpark eine positive Einrichtung ist, dass er nutzbringend sein kann. Damit hört sich aber die Gemeinsamkeit auf. Ich konnte nämlich nicht erreichen, dass die Nationalparkfördermittel anzupassen sind – noch einmal, seit dem Jahr 1992 keine Wertanpassung, keine Valorisierung. Ich bin aber guter Hoffnung, dass eine gemeinsame Initiative, für sämtliche Nationalparks in Österreich die Fördermittel anzuheben, zukünftig durchaus auf fruchtbaren Boden fällt.
Unter dem Strich ist es mir, ist es uns egal, woher das Geld kommt. Wichtig ist, dass für die betroffene Bevölkerung in den Nationalparks zukünftig auch das notwendige Geld zur Verfügung steht, damit man im Lebensraum, im Wirtschaftsraum Nationalpark auch entsprechend wirtschaften kann.
Ich halte also noch einmal fest: Das Aufgabenumfeld der Nationalparks ist ja mittlerweile ein beträchtliches. Es ist, angefangen vom naturschonenden Tourismus, über die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft, über den Bildungsbereich – der immer wichtiger wird –, den Kulturbereich, Wissenschaft und Forschung, den Schutz der Natur bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit ein riesengroßer Bereich, der heute über die Nationalparkverwaltungen abzudecken ist. Dafür braucht es die notwendigen finanziellen Dotierungen.
Abschließend ist noch einmal festzuhalten: Leider Gottes wurde die Förderung seit dem Jahre 1992 nicht valorisiert. Der Nationalpark Hohe Tauern hat mit den nominell gleichen Geldern seit dem Jahr 1992 auszukommen, die das Land Tirol, der Bund und die Europäische Union über bestimmte Projektfinanzierungen aufbringen, wobei es gelungen ist, letztes Jahr vom Land Tirol zumindest 100 000 € mehr zu erhalten. – Für die Nationalparks gesehen, ist das Land Tirol mit einem positiven Beispiel vorangegangen.
Ich hoffe abschließend – Herr Minister, wir hatten heute durchaus ein konstruktives Gespräch –, dass es uns gelingt, zukünftig für sämtliche Nationalparks in Österreich eine Erhöhung der finanziellen Mittel zu erreichen, damit in den Nationalparks weiterhin Einkommen auch für die betroffene Bevölkerung erwirtschaftet werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
18.37
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Rauch. – Bitte.
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