Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll44. Sitzung / Seite 191

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lich eine Summe, die in den betroffenen Regionen nicht so ohne weiteres wettgemacht werden kann.

Man darf auch Folgendes nicht vergessen: Die Nationalparks unserer Prägung – also nicht nur der Nationalpark Hohe Tauern, sondern generell die Nationalparks in Öster­reich – sind auch Lebensraum und Wirtschaftsraum für die betroffene Bevölkerung, wo die Bevölkerung auch lebt, Einkommen erzielen muss und natürlich auch mit diesen Voraussetzungen zurande kommen muss.

Ein Nationalpark ist grundsätzlich eine äußerst positive Einrichtung, die auch von größ­ten Teilen der Bevölkerung wertgeschätzt wird. Aber, noch einmal, man darf nicht ver­gessen, es ist der Lebensraum der dort betroffenen Bevölkerung, der auch mit be­stimmten Nutzungsverzichten verbunden ist. Das ist einfach einmal festzustellen. Die­se Nutzungsverzichte für bestimmte wirtschaftliche Entwicklungen sind in der Vergan­genheit auch entsprechend abgegolten worden.

Es wird ja auch österreichweit mit tollen Bildern – ich erinnere zum Beispiel an die Adler im Nationalpark Hohe Tauern – immer Tourismuswerbung für Österreich im Aus­land und im Inland gemacht. So gesehen stellen natürlich die Nationalparks auch ge­nerell eine wunderbare landschaftliche Kulisse für die Tourismuswerbung dar.

Wo liegt jetzt das Problem? – Wir haben, denke ich, im Ausschuss weitestgehend Ei­nigkeit darüber erzielt, dass der Nationalpark eine positive Einrichtung ist, dass er nutz­bringend sein kann. Damit hört sich aber die Gemeinsamkeit auf. Ich konnte nämlich nicht erreichen, dass die Nationalparkfördermittel anzupassen sind – noch einmal, seit dem Jahr 1992 keine Wertanpassung, keine Valorisierung. Ich bin aber guter Hoffnung, dass eine gemeinsame Initiative, für sämtliche Nationalparks in Österreich die Förder­mittel anzuheben, zukünftig durchaus auf fruchtbaren Boden fällt.

Unter dem Strich ist es mir, ist es uns egal, woher das Geld kommt. Wichtig ist, dass für die betroffene Bevölkerung in den Nationalparks zukünftig auch das notwendige Geld zur Verfügung steht, damit man im Lebensraum, im Wirtschaftsraum Nationalpark auch entsprechend wirtschaften kann.

Ich halte also noch einmal fest: Das Aufgabenumfeld der Nationalparks ist ja mittler­weile ein beträchtliches. Es ist, angefangen vom naturschonenden Tourismus, über die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft, über den Bildungsbereich – der immer wich­tiger wird –, den Kulturbereich, Wissenschaft und Forschung, den Schutz der Natur bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit ein riesengroßer Bereich, der heute über die Nationalpark­verwaltungen abzudecken ist. Dafür braucht es die notwendigen finanziellen Dotierun­gen.

Abschließend ist noch einmal festzuhalten: Leider Gottes wurde die Förderung seit dem Jahre 1992 nicht valorisiert. Der Nationalpark Hohe Tauern hat mit den nominell gleichen Geldern seit dem Jahr 1992 auszukommen, die das Land Tirol, der Bund und die Europäische Union über bestimmte Projektfinanzierungen aufbringen, wobei es ge­lungen ist, letztes Jahr vom Land Tirol zumindest 100 000 € mehr zu erhalten. – Für die Nationalparks gesehen, ist das Land Tirol mit einem positiven Beispiel vorange­gangen.

Ich hoffe abschließend – Herr Minister, wir hatten heute durchaus ein konstruktives Ge­spräch –, dass es uns gelingt, zukünftig für sämtliche Nationalparks in Österreich eine Erhöhung der finanziellen Mittel zu erreichen, damit in den Nationalparks weiterhin Ein­kommen auch für die betroffene Bevölkerung erwirtschaftet werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)

18.37


Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Rauch. – Bitte.

 


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