Vorteil bei der erneuerbaren Energie ist, dass wir nicht über 200 € pro Konsument haben, sondern 50 €, und trotzdem eine vernünftige Erneuerbare-Energie-Politik.
Ähnlich ist es beim Thema Energieeffizienz. Wir haben erst vor drei Monaten gemeinsam beschlossen, dass wir auf 1 050 Petajoule gehen. Das macht Einsparungen im Bereich der Energie notwendig, die die Industrie schwer treffen. Daher: Danke auch dafür! Ich finde, das ist ein vernünftiger Weg, wir sind an vierter Stelle in Europa, was die Energieeffizienz anbelangt. Aber daraus abzuleiten, wir würden da die Gleichgewichtung Umwelt und Wirtschaft nicht erkennen wollen, das finde ich irgendwie doch ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Daher – auch in diesem Bereich –: eine sehr vernünftige Energiepolitik, aber auch eine vernünftige Wirtschaftspolitik!
Jetzt gleich einmal ein erster Bezug zur Praxis, zu dieser Strategie der Leitbetriebe: Natürlich haben die Leitbetriebe da und dort Angst, dass sie Arbeitsplätze verlieren. Wir können nicht im Bereich der CO2-Politik einen Weg gehen, wo Österreich – vielleicht mit Vorreiterrolle – oder Europa übrig bleibt, sondern die ganze Welt – ganz Europa alleine wird nicht reichen – muss mittun. In diesem Zusammenhang haben die Leitbetriebe eine Strategie entwickelt.
Herr Kogler, Frau Herlitschka oder Frau Strauß als Altherrenpartie abzutun, das finde ich einfach etwas herabwürdigend. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Das passt einfach nicht in eine seriöse Diskussion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Frau Glawischnig, ich weiß, es ist beliebt, aus dem Aufgreifen des Themas Fracking die Idee und die Entwicklung abzuleiten, die ÖVP, wir wollen schon wieder Fracking in Österreich. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Steht da drin!) – Nein! Ich sage Ihnen, Sie haben eben nicht genau zitiert. Wir haben das Problem, dass in Amerika Gas in etwa ein Viertel dessen kostet, was es in Österreich kostet. Daher muss sich Europa überlegen, welche Strategie es entwickelt.
Unsere Betriebe haben sich Folgendes überlegt und formuliert, nämlich die Erarbeitung eines Konzeptes – Konzeptes, ja! – zur Schiefergasförderung in Europa und zur Forcierung von Forschung und Entwicklung im Bereich von Clean Fracking, um die Potenziale dieser Energiereserven im Sinne einer Versorgungsdiversifikation erschließen zu können. (Abg. Glawischnig-Piesczek: „Clean Fracking“ ist wie „saubere Atomkraft“!)
Clean Fracking ist genau das (Ruf bei den Grünen: Was die ÖVP früher zu Atomkraft gesagt hat!), was Herr Professor Hofstätter in Leoben macht, um einfach chemisch saubere Substanzen zu entwickeln und Fracking zu ermöglichen – es ist noch nicht fertig. Aber es ist etwas anderes, wenn Sie (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Bitte? (Abg. Pirklhuber: Was soll daran clean sein, wenn Sie ! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Gut, Sie werden und wollen es nicht verstehen. Aber es ist ein Unterschied dazu, dass Sie meinen, wir wollen jetzt Fracking fördern und Fracking forcieren. Damit wollte ich Ihnen einmal illustrieren: Wir machen in Österreich sehr wohl eine energieorientierte Wirtschaftspolitik und brauchen uns da vor niemandem zu verstecken!
Zur Frage der EU-Ebene: Meine Damen und Herren, es ist doch selbstverständlich, dass ich betreffend CO2-Ziele nicht 40 Prozent machen kann, ohne Verbindung mit der Wirtschaft. (Abg. Kogler: Da sind wir eh einer Meinung!) Ich brauche dann doch die Vermeidung von Carbon Leakage – und das machen wir. Warum ist das gut? Warum ist das positiv? – Na weil ich nichts davon habe, wenn die Industriebetriebe nicht mehr in Europa stehen.
Herr Kogler: Nicht hereinschreien, sondern einmal lesen, was Sie sagen! Die voest, die im Bereich der CO2-Emission der vorbildlichste Betrieb in ganz Europa ist und auch an
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