Euro“, einen „Nord-Euro“ brauchen. Das ist genau das, was Sie auch heute hier wieder machen, nämlich den Euro schlechtreden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Doppler.)
Sie gehen dann in Formulierungen über, denen ich absolut nicht folgen kann, indem Sie der EZB unterstellen, dass sie unseren Wohlstand zerstören möchte – so Ihre Formulierung heute hier in der Aktuellen Europastunde. – Die EZB hat das Gegenteil getan – das sagen alle Fachleute –, sie hat zur Stabilisierung beigetragen, sage ich Ihnen. (Abg. Nachbaur: Sie hat die Gesetze gebrochen!) Die Phase, in der man den Untergang des Euros gesehen hat, ist vorbei. (Abg. Nachbaur: Sie haben die fundamentalen Gesetze gebrochen!) – Das ist der entscheidende Punkt.
Diese Weltuntergangsstimmung mag bei Ihnen in der Partei vorherrschen, aber in Europa und beim Euro haben wir diese Stimmung wirklich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Schauen Sie einmal die Zeitungen in Deutschland an! Die Merkel ...!)
Sie dürfen nicht vom Innenleben Ihrer Partei auf die Europäische Union schließen. (Der Redner hält eine Seite der „Neuen Freien Zeitung“ mit dem Titel „HC Strache: ‚Wir brauchen ein rot-weiß-rotes Rettungsboot!‘“ in die Höhe, auf der ein Bild eines sinkenden, der „Titanic“ ähnlichen Schiffes mit der Aufschrift: „Europa – Brüssel“ und „Eurolines“ abgebildet ist.)
Klubobmann Strache hat uns von Ibiza aus am 23. August 2012 mitgeteilt: „Wir brauchen ein rot-weiß-rotes Rettungsboot.“ Die „Euro-Titanic“ stehe unmittelbar vor dem Untergang, raus aus dem sinkenden Schiff! Das Bild hat es gezeigt. – Nur, wie lange sinken wir jetzt schon? Seit dem 23. August 2012? – Also so einen Schiffsuntergang habe ich noch nie miterlebt, sage ich Ihnen! (Abg. Stefan: Alles bestens! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Gott sei Dank ist das Gegenteil von dem der Fall, was Sie uns damals, im August 2012, schon prophezeit haben, als Ihre Schlagzeile eben geheißen hat: „Raus aus der sinkenden Euro-Titanic!“ (Abg. Darmann: Die österreichische Bevölkerung kann das nicht ... machen!) – Raus, haben Sie gesagt, und dass wir den Mut haben müssen, in das rot-weiß-rote Rettungsboot mit dem Schilling einzusteigen.
Ich sage Ihnen: Wenn wir sechs von zehn Euro durch den Export und durch den Tourismus verdienen, dann ist dieser Euro für eine kleine, exportorientierte Volkswirtschaft wie jene Österreichs von enormer Bedeutung. Ihr Weg würde wirklich zum Untergang führen, nämlich zum Untergang des hohen Beschäftigungsniveaus, das wir in Österreich haben, und der hohen Exportquote. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: „Hohes Beschäftigungsniveau!“ – Abg. Stefan: ... in der Schweiz geht es den Bach runter!) – Völlig falsch, was Sie hier vertreten, sage ich Ihnen. Völlig falsch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Kollegin Nachbaur nimmt ihre Aktuelle Europastunde so ernst, dass sie den Saal noch nicht ganz verlassen hat, aber sie zieht sich schon zurück zu ihrem Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar. (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Würden wir den Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar und Kickl folgen, dann wären wir wirklich dem Untergang nahe. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Daher möchte ich Ihnen schon noch eines mitgeben: Sie haben ja nach diesen Irrlichtern hinsichtlich „Nord-Euro“ und „Alpen-Euro“, die da von Frank Stronach in die Welt gesetzt wurden, in der Sendung „Im Zentrum“ – übrigens eins zu eins wie die Freiheitlichen – gemeint, die Frage sei nicht, wie man diese Währung nennt, ob das dann ein österreichischer Euro oder der Schilling sei. – So Ihre Formulierung am 22. September 2013. (Abg. Nachbaur: Hauptsache, es ist eine harte Währung!)
All das geht in die verkehrte Richtung. Der richtige Weg ist der, den die EZB auch mit diesen neuen Maßnahmen beschreiten möchte, die Japanisierung in Europa zu verhin-
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