"Karriere" als Langzeitarbeitsloser. Viele Betriebe haben es aufgegeben, Lehrlinge auszubilden, weil sie keine geeigneten Pflichtschulabsolventen finden.
Das ist einerseits nur durch eine Gesamtreform mit dem Ziel einer autonomen und schlanken Schulverwaltung mit einheitlichen Vorgaben durch den Bund möglich. In der Ausführung sollen etwa die einzelnen Direktoren als „Manager“ direkt vor Ort für alle Belange ihrer Schule verantwortlich sein und insbesondere die Auswahl des bestqualifizierten Lehrpersonals vornehmen können. Gleichzeitig ist der Einfluss der Politik auf das Schulsystem zu beenden. Deswegen sollen beispielsweise die Schuldirektoren von den Eltern direkt gewählt werden.
Andererseits muss ein transparentes Bildungssystem mit klar definierten Bildungszielen installiert werden. Jedem Schüler sind die zentralen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen in ausreichendem Umfang zu vermitteln. Jede Schule hat dabei dieselben, vom Bund vorgegebenen Bildungsziele zu erreichen – garantiert wird das durch eine halbjährliche Kontrolle durch externe Prüfer. Erreichen die jungen Menschen einer Schule die Bildungsziele nicht, soll die Schule unterstützt werden – so lange bis es funktioniert.
Die amtierende Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek konzentriert sich allerdings nicht auf Verbesserungsmaßnahmen in den Bereichen Lesen, Schreiben oder Rechnen, sondern will eine "moderne" Sexualerziehung bereits ab dem Kindergarten forcieren. Kein Wunder, dass Sie den Pisa-Test fürchtet.
Landwirtschaftspolitik für Großkonzerne
In den letzten 20 Jahren sind mehr als 400.000 Arbeitsplätze in der Landwirtschaft verloren gegangen. Prozentual hat sich die Anzahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten seit den 1980er Jahren um 32% verringert. Innerhalb dieser Negativentwicklung gibt es einen klaren Trend zu Lasten der familieneigenen Arbeitskräfte, deren Zahl sich um 37% verringert hat, wobei die familienfremden Arbeitskräfte um 25% angestiegen sind. Die Zahlen korrelieren klar mit der Entwicklung Richtung agrarische Industriebetriebe.
Feststellbar ist, dass minderwertige Nahrungsmittel den österreichischen Markt überschwemmen und die heimischen Bauern mit ihren Qualitätsprodukten auf der Strecke bleiben. Selbst unumstößliche Beweise, dass Millionen ausländische Schweine als österreichische gekennzeichnet und dem ahnungslosen Konsumenten zugemutet werden, hat die Regierung nicht aus ihrem „Dornröschenschlaf“ erwachen lassen.
Die Regierung lässt die heimische
Landwirtschaft ausbluten lassen und trägt daher
die Hauptverantwortung für das Explodieren der Arbeitslosigkeit. Auch mit
dem Bud-
get 2014/15 erfuhr der „Arbeitsplatz Bauernhof“ keine
Stärkung.
Wir brauchen eine Rückbesinnung auf heimische Produkte und eine Unterstützung der österreichischen Landwirtschaft. Ausländische Produkte müssen gekennzeichnet werden, um den Konsumenten die Möglichkeit zu geben, mit ihrem Einkauf die heimische Landwirtschaft zu unterstützen. Gleichwohl sind im Regierungsprogramm keine Vorkehrungen für ein neues Gütezeichengesetz getroffen, mit dem umfassend Auskunft über Herkunft, Entstehungsgenese und Beschaffenheit landwirtschaftlicher Produkte für die Konsumenten sicherstellt wird.
Wir haben entsprechende Initiativen zum Schutz der heimischen Konsumenten, der KMUs und der bäuerlichen Landwirtschaft bereits gesetzt und appellieren an die Bundesregierung, ihre Blockadehaltung aufzugeben: „Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drin sein!“
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