wird dann vom Wahlarzt wahrscheinlich oder ziemlich sicher der Nachweis verlangt werden, dass das Ganze, was er macht, auch erfolgreich ist.
Ich weiß nicht, ob Sie, so wie ich, die Pressemeldungen in diversen Zeitungen mitverfolgen. Gestern beispielsweise gab es die Aussendung von zwei Zahnärztinnen, die ganz klar gesagt haben, sie haben kein großes Interesse, in diesen Vertrag hineinzugehen, weil es hübschere Dinge gibt. Wir denken an bunte Brackets und nicht an Metall-Brackets. Es gibt vielleicht die Möglichkeit innenliegender Zahnspangen. Sie wissen, es gibt da diverse Unterschiede, aber die einfache, möglicherweise nicht so hübsche Behandlung bringt den gleichen Erfolg wie die anderen.
Das heißt, Sie wissen, dass sich da die Frage trennen wird: Was möchte jemand, und was kann sich jemand leisten? Und wenn jemand so wie Sie glaubt, dass die Reichen oder Besserverdienenden sich etwas anderes leisten wollen, dann können sie das. Unser Ziel war es, vielen Müttern und vielen Eltern, die sich weder eine Metall-Bracket-Versorgung noch eine bunte Bracket-Versorgung für ihre Kinder leisten können, zu ermöglichen, dass man am Zahnstatus ihrer Kinder nicht mehr sieht, ob sich jemand eine Zahnspange leisten kann oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Wir konnten damals in der Anfragebeantwortung, die, wie Sie ja selbst gesagt haben, vom Hauptverband kommt, noch keine Zahlen liefern, weil sich wie gesagt die Ausschreibungen zum Teil verzögert haben und zum Teil auch unterschiedlich waren. Die in Wien erfolgte Ausschreibung hat sich deswegen verzögert, weil die Vertragsverhandlungen mit der Zahnärztekammer daran gescheitert sind, dass man nach Vertragsabschluss den Stellenplan wieder beeinsprucht hat, das heißt, man wieder zurück an den Start gegangen ist, weil man in gewissen Bezirken zum Beispiel keine Ausschreibung wollte. Das heißt, vertragsinterne Geschichten, die sich Sozialversicherung und Zahnärztekammer ausgemacht haben, haben es verhindert, es möglichst rasch auszuschreiben.
Dennoch kann ich Ihnen sagen, dass mit dem heutigen Stand österreichweit zu den 180 Stellen, die ausgeschrieben waren, also die man gehofft hat, zu bekommen, 166 Bewerbungen bereits vorliegen. Das heißt, es fehlen uns derzeit 14 Stellen. Vorarlberg, Ihr Bundesland, ist das einzige, das die Verträge bereits unterschrieben hat. Die haben Verträge für neun Planstellen und zwei Einzelsonderverträge bereits abgeschlossen.
Die 14 Stellen, die fehlen, teilen sich wie folgt auf: Es fehlen drei Stellen in Wien. Das sind zwei Stellen im 22. Bezirk und eine Stelle im 3. und 11. Bezirk, wobei ich Ihnen sagen kann, dass heute bereits mit einem Institut im 22. Bezirk ein Vertrag abgeschlossen werden konnte, womit jetzt auch die Versorgung für den 22. Bezirk – zwar nicht über einen Vertragszahnarzt, aber ein Institut – im Prinzip gewährleistet wäre. Und es fehlen vier Stellen in Tirol. Nach den Ausführungen von Arno Melitopulos in der Tageszeitung ist er aber guten Mutes. Ich glaube, bis auf Lienz hat er bereits die Stellen. Er muss dann in der Region noch ausschreiben, aber er rechnet damit, dass er mit 1. Juli alle Stellen hat.
Wir haben den aktuellen Stand in Wien von heute früh. Wir haben fünf geprüfte Fälle von der Wiener Gebietskrankenkasse, aber noch keinen Vertragsabschluss mit positivem Ergebnis. Damit auch zu Ihrer Frage: Wer prüft? – Es prüfen beide: Es prüft die Wiener Gebietskrankenkasse mit ihren Zahnärzten, und wir haben in den Zahnambulatorien, ähnlich wie beim Hanusch-Krankenhaus, Referenzzahnärztinnen und -zahnärzte, die das sehr wohl beherrschen, zu prüfen, wie da die Erfolge sind. Und parallel dazu prüft die Zahnärztekammer, die natürlich in der Frage die größere Expertise hat, ob die die Qualitätskriterien erfüllen. Das heißt, das ist eine doppelte
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