Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll86. Sitzung / Seite 121

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geordneten Hakel als auch von der Frau Abgeordneten Fekter alles gesagt worden. Wir haben auch hier im Haus sehr viele, oft sehr intensive, oft auch sehr kontroversielle Diskussionen gehabt. Sie haben auch den Unterausschuss zum Rechnungshof bestrit­ten. Beim letzten Mal, ich glaube es war beim letzten Mal, als wir über dieses Thema diskutiert haben, war der Vorwurf, ich hätte die Ergebnisse des Unterausschusses nicht abgewartet und diese Novelle zu schnell vorgelegt.

Ich habe mir jetzt, nachdem es auf der Homepage des Parlaments veröffentlicht wurde, sowohl den Bericht als auch den Minderheitsbericht angeschaut, besonders intensiv natürlich auch den Minderheitsbericht, da ja die Frage war, ob es neue Ideen gibt, wie man den Bundestheaterkomplex besser organisieren könnte. Es war für mich auch die Frage, gibt es Ideen, die über das hinausgehen, was die ICG in dieser Organisations­analyse gemacht hat, wo ja dezidiert der Auftrag an die ICG war, sich auch Vergleiche und internationale Beispiele in alle Richtungen anzuschauen, auch in Hinblick auf die Frage, ob man überhaupt die Bundestheaterholding auflösen soll. Sie wissen, zu wel­chem Ergebnis die ICG gekommen ist.

Ich habe die ICG-Studie, sobald sie mir vorgelegen ist, auch veröffentlicht, und nach­dem ich dann den Minderheitsbericht gelesen habe und dort festgestellt wurde: „entwe­der – oder“, also entweder auflösen oder viel mehr stärken, sind wir den Weg auf Basis der ICG-Studie gegangen mit der strategischen Managementholding mit verstärkten Kon­troll- und Koordinierungskompetenzen.

In einer Situation, in der man Entscheidungen treffen muss, und das muss man in der Funktion, die ich jetzt habe, kann ich nicht entweder in die eine oder in die andere Rich­tung gehen, sondern man muss einen Weg gehen, und diesen Weg sind wir jetzt auf Basis dieser ICG-Studie gegangen. Davor hat es ja viele weitere, viele andere Schritte gegeben, die notwendig waren, seit ich am 1. März 2014 diese Funktion übernommen habe. Ich könnte Ihnen die ganzen Schritte aufzählen, ich habe es ja auch schon ge­macht, ich unterlasse es aber jetzt. Es waren sehr viele Maßnahmen notwendig, auch viele Maßnahmen, die personelle Veränderungen bedingt haben.

Vielleicht nur noch ein kurzer Ausblick, wie es weitergeht: Wenn diese Novelle heute beschlossen wird, dann auch im Bundesrat beschlossen und veröffentlicht wird, wird es als nächsten Schritt die Neubesetzung der Aufsichtsräte geben. Es werden ja die Auf­sichtsräte in Summe um ein Viertel, also von 40 auf 30, reduziert. Es wird auch mehr miteinander verknüpft, sodass insgesamt der Informationsaustausch ein besserer wird. Als nächsten Schritt – Günter Rhomberg war ja nach dem Pensionsantritt von Springer bereit, die Holding interimistisch bis Ende dieses Jahres zu führen – wird es im Sep­tember, also nach dem Inkrafttreten des Gesetzes, nach der Bestellung der Aufsichts­räte, auch die Ausschreibung des Geschäftsführers oder der Geschäftsführerin der Bun­destheaterholding geben.

Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nutzen, mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kabinett, in den Sektionen, in den Klubs zu bedanken, die ganz intensiv mitgearbeitet haben und beigetragen haben, dass es jetzt diese Bundestheaterorgani­sationsgesetz-Novelle gibt. Ich möchte mich auch bei den Direktorinnen und Direktoren in den Theatern und in der Holding für die geleistete Mitarbeit bedanken, auch bei den Aufsichtsräten und Aufsichtsrätinnen und auch bei Ihnen, bei den Abgeordneten hier im Hause. Wie gesagt, es hat manchmal sehr kontroversielle Diskussionen gegeben, aber es war auch der kontroversielle Redebeitrag ein Anlass, darüber nachzudenken, wie man es möglichst optimal lösen kann.

Ich bin davon überzeugt, dass es für die jetzige Situation und auch für die Zukunft die optimale Lösung ist. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeord­neten der ÖVP.)

15.06

 


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