Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll96. Sitzung / Seite 170

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Erfolge waren also enden wollend. Dabei sollte man durchaus auch einmal positive Beispiele in diesem Land erwähnen.

Ich nenne Ihnen vier positive Beispiele von Firmen: die Voest aus Oberösterreich, eine Weltfirma, die herzeigbar ist, deren Management, deren Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter ganz tolle Arbeit leisten, in der Welt konkurrenzfähig sind und heute einen Be­trieb darstellen, worauf wir alle in Österreich stolz sein sollten – erster Betrieb. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Lichtenecker.)

Zweiter Betrieb: BMW Steyr. Warum wohl lässt BMW in diesem Motorenwerk in Steyr im Wesentlichen die Dieselmotoren fertigen? – Ein Arbeitszeitmodell, im Betrieb selber gemacht, herzeigbar, über eine Millionen Motoren erzeugt – auch ein ganz toller Betrieb, der mehr als bemerkenswert ist.

Dritter Betrieb: Meine Damen und Herren, das Steyr-Werk in St. Valentin. Es wurde bis voriges Jahr von einem deutschen Manager geführt. Bei einem Betriebsbesuch sagte mir dieser Manager über die vermeintlich so viel geschimpfte Sozialpartnerschaft in Österreich, er sei stolz und froh, dass dies in Österreich sei, denn wäre dieser Betrieb in Italien, müsste er zwölf volle Streiktage miteinrechnen und er hätte die qualifizierten Leute nicht, die er in Österreich hat. – Darauf sollten wir doch stolz sein, meine Damen und Herren!

Das vierte positive Beispiel ist PÖTTINGER, Landmaschinenerzeuger in Grieskirchen in Oberösterreich. Im dritten Jahr in Folge gibt es eine positive Steigerung im Umsatz, im Ertrag. Der ist in der Welt konkurrenzfähig mit 86 Prozent Exportquote – 86 Prozent Exportquote!

Also, meine Damen und Herren, wenn Sie meinen, dass alles so schlecht ist in Österreich, dann erklären Sie diesen Betrieben, wie es möglich ist, dass sie derartige Welterfolge erzielen – durch ein exzellentes Management, durch hervorragende Fachkräfte, durch engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das sollten wir einmal respektieren, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abge­ordneten der SPÖ. – Ruf: Ja, ja, alles ist super! – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)

Vor Kurzem gab es einen interessanten Vortrag von einigen Firmenchefs, die Bemer­kenswertes in Oberösterreich geleistet haben. Da meinte ein Firmenchef, die Welt sei voller Chancen und nicht voller Probleme. Wie sagte der frühere Finanzminister der Republik Österreich, kommend von der SPÖ, Dr. Hannes Androsch: Als Unternehmer musst du etwas unternehmen und nicht etwas unterlassen!

Das gilt auch für die Politik. Daher wurde heute von dieser Regierungsbank aus das Budget vorgestellt, die neuen Punkte, die ja so bemerkenswert sind. Ich sage Ihnen ganz offen: Ich bin so lange im Parlament, dass ich weiß, dass die Opposition immer alles negativ dargestellt hat und der Regierung, wenn sie nur versucht hat, objektiv – gar nicht lobend, gar nicht durch die rosa Brille – darzustellen, wie es tatsächlich ist, unterstellt hat, dass das alles falsch war, alles gelogen. (Zwischenrufe bei den NEOS sowie des Abg. Höbart.) Alles Mögliche wurde unterstellt.

Schauen Sie sich Ihre eigenen Budgetreden an und schauen Sie sich dann den Rechnungsabschluss der letzten vier Jahre an! Wer recht hatte, können Sie selber beurteilen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)

Ich bin daher Herrn Bundesminister Schelling dankbar dafür, dass er die Breitband­initiative vorgestellt hat, da sie für den ländlichen Raum wichtig ist. Ich sage dazu, meine Damen und Herren: Landwirtschaft ist auch Wirtschaft am Lande, und die Landwirtschaft könnte wesentlich mehr dazu beitragen, wenn die Preissituation etwas


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