Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll117. Sitzung / Seite 236

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Im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Hotellerie mit ihrem hochqua­litativen Angebot an Serviceleistungen bin ich überzeugt, dass Staatssekretär Mahrer auf eine praktikable Anwendung der Richtlinie drängen wird.

Wir stimmen diesem Entschließungsantrag gerne zu. (Beifall bei der ÖVP.)

20.38


Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Bacher. – Bitte.

 


20.38.22

Abgeordneter Walter Bacher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Also, ich finde es ja sehr positiv, dass die beiden Regierungsparteien für Verbes­serungen im Tourismus eintreten und gemeinsam das Ziel haben, wesentliche Teile der neuen Pauschalreise-Richtlinie zu entschärfen. Damit setzt sich die Bundes­re-gierung für eine möglichst unbürokratische und kostengünstige Regelung für die öster­reichische Hotellerie ein. Und ich glaube, das steht im Vordergrund.

Aber, Kollege Hauser, da du mich vorhin zu diesem Thema direkt angesprochen hast – und ich bin ja froh, dass ich das jetzt auch sagen kann –: Ich hätte diesen Antrag bezüglich der EU-Konformität der einheimischen Preise sehr gerne abgelehnt, nur ist es mir so gegangen wie dem Kollegen Obernosterer bei dem Antrag für die Mitarbeit der Angehörigen im Betrieb.

Ich würde das gerne hier diskutieren, und jetzt habe ich die Gelegenheit dazu. Und jetzt kannst du ja das Handy einmal kurz weglegen und mir zuhören. Wenn du dir den Antrag genau angesehen hast, so wirst du wissen, dass es darum gegangen ist, dass wir die einheimischen Preise EU-konform regeln. Ich habe dir im Ausschuss die Antwort gegeben: Die EU-Konformität ist gegeben.

Im weiteren Text des Antrags habt ihr dann plötzlich festgestellt – die, die ihn unterzeichnet haben –, dass die Preise zu hoch sind, aber das ist wieder ein völlig anderes Thema, das muss man auf einer anderen Ebene diskutieren und auch dar-stellen. Ich meine die Frage, ob es notwendig und richtig ist, dass man per Gesetz, per Verordnung in privatwirtschaftliche Dinge eingreift und dadurch Preise regeln will.

Ich glaube, dass wir im Bereich Jugend und Schinachwuchs in der Seilbahnwirtschaft sehr viel leisten, und wenn es wirklich so schlimm wäre, wie diese Studie besagt, dann hätte wahrscheinlich mein Kollege Franz Hörl – der ist ja lange genug hier herinnen gesessen – schon lange laut aufgeschrien und hätte das da auch vorgebracht.

Wenn wir richtigerweise sagen, es geht um Arbeitsplätze in der Tourismusbranche, dann bejahe ich das natürlich auch, denn gerade die Arbeitsplätze in diesem Bereich sind mir auch extrem wichtig. Aber von welchen Arbeitsplätzen reden wir denn da? In meiner Region, im Pinzgau, einem typischen Tourismusgebiet, liegt der Lohn touris-mus­bedingt um 400 € niedriger als der Durchschnittslohn im Zentralraum, und das nur deshalb, weil wir durch den Tourismus geprägt sind, weil da halt niedrigere Löhne gezahlt werden. Deswegen müssen wir da ansetzen und schauen, dass wir diese Löhne in die Höhe bringen, dass wir ordentliche Arbeitsplätze haben, die diesen Titel auch verdienen.

Letztendlich ist der vorliegende Antrag wichtig, er ist richtig, deshalb werden wir auch zustimmen, und zwar im Sinne der Tourismuswirtschaft in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)

20.41

20.41.20

 


Präsident Karlheinz Kopf: Zu Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist ge­schlossen.

 


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