Persönlich möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich auch ganz herzlich bei der ausgeschiedenen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek – sie ist jetzt leider nicht da – für die wirklich sehr, sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. Auch wenn wir verschiedene Zugänge zu den verschiedensten Themenbereichen hatten, wir hatten eine gemeinsame Zielsetzung: Verbesserungen für die Lebens- und Arbeitswelten der Frauen vor allem im Gleichbehandlungs- und Gleichberechtigungsbereich. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei ihr bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Tamandl.)
Viele haben jetzt gesagt: Mein Gott, wir Frauen sind jetzt bei der Gesundheit! Ich kann diese Konstellation nur begrüßen und sehe auch einen unmittelbaren Zusammenhang wie zuvor bei Bildung und Frauen: das Frauenrecht auf Gesundheit, vor allem in der Problemlösung der Vorsorge für Frauen, in der Gendermedizin. Ich finde, dass das sehr, sehr gut zusammenpasst.
Vor allem im Bereich der Gendermedizin – schade, dass die Frau Gesundheitsministerin nicht mehr da ist, die Frauenministerin – kommt es ja immer wieder vor – und ich hatte das erst vorige Woche im Bekanntenkreis –, dass Frauen an Herzinfarkt sterben, weil er nicht erkannt wird. Die Symptome werden nicht erkannt. Frauen haben andere Symptome als Männer. Hier fehlt es ganz einfach an der gendermäßigen Aufklärung und Schulung et cetera. Es braucht in der Gendermedizin ganz einfach verstärkte Forschung und Ausbildung, um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen setzen zu können.
Ein weiterer Punkt, der in der Vergangenheit leider nicht zu einer Lösung geführt werden konnte, ist die von uns geforderte anonymisierte Abtreibungsstatistik, die ich nach wie vor einfordere, nicht um hier anzuprangern oder zu kontrollieren – nein! –, um zu analysieren, warum und wieso, und zu helfen. Das ist uns ein Anliegen, und ich hoffe sehr, dass die neue Frauen- und gleichzeitig Gesundheitsministerin in ihrer gesamten Verantwortung dieses Thema aufgreift und entsprechend fokussiert.
Wichtig ist – und war natürlich immer – die Einkommenssituation der Frauen. Da weiß ich, dass hier Frau Frauenministerin Oberhauser als ehemalige Gewerkschafterin entsprechende Schritte setzen wird.
Ein Weiteres, mit dem wir heute alle konfrontiert sind, ist die Gewalt, nicht nur jene, die wir an Frauen erkennen, sondern generell: die Gewalt und die Unsicherheit der Mädchen, auch jene der Buben, und der Frauen, wie wir sie heute erleben. Das sind nicht mehr nur Geschichten in irgendwelchen Medien, sondern sie passieren vor der Haustür. Auch ich habe das in meiner Umgebung miterleben müssen. Daher appelliere ich an Frauenministerin Oberhauser und auch an Bildungsministerin Hammerschmid, wirklich alles zu tun und bereits Kinder im Kindergarten, in den Schulen entsprechend aufzuklären, welche Maßnahmen sie persönlich setzen können, um sich zu schützen.
Gleichzeitig brauchen wir ein verstärktes Integrieren jener Kinder und Jugendlichen, damit sie unsere Kultur, unsere Werthaltung nicht nur kennenlernen, sondern auch leben. Das wird – auch für die Zukunft – ganz wichtig und wesentlich sein. Sie brauchen die Selbstverständlichkeit unserer Kultur direkt auch in ihren Familien.
Es muss auch in Zukunft für unsere Kinder und Jugendlichen, für die Frauen und Mädchen möglich sein, ohne Angst im öffentlichen Raum unterwegs zu sein. Das dürfen wir uns nicht nehmen lassen!
Ein weiterer Punkt, der mir wichtig ist, meine Damen und Herren, ist Cybermobbing. Seit Jänner dieses Jahres ist Cybermobbing auch strafrechtlich zu verfolgen. Wir brauchen den Schutz der Kinder auch in der Schule. Ich weiß das von Schulen, wo Kinder bereits von Cybermobbing betroffen sind. Sie ziehen sich zurück, sie haben
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