auch unter Miteinbeziehung der Arbeit im Parlament eine neue Qualität der Zusammenarbeit gewesen, durchaus auch beispielgebend für andere Bereiche.
Ja, mit Herausforderungen sehen wir uns zur Genüge konfrontiert: Gerade vorhin ist in der Kurzdebatte das große Thema Klimawandel angeführt worden, aber es ist nicht nur der Klimawandel, wir sind mit Herausforderungen im Bereich der demografischen Entwicklung konfrontiert, mit der Herausforderung der enormen Geschwindigkeit der Digitalisierung. Wir stehen der Herausforderung der Endlichkeit der Ressourcen bis hin zu den Herausforderungen durch die Migrationsbewegungen gegenüber. Es geht darum, entsprechende Lösungen und Antworten zu finden. Die Frage ist, wie wir dorthin kommen. Eine große Antwort ist natürlich, die entsprechenden Prozesse zu gestalten, die Innovationen generieren.
Ein Thema ist natürlich, diese Prozesse möglichst offen zu gestalten, denn die Lösungen werden dann nicht nur technischer Natur sein, sondern sehr wohl auch organisatorischer und sozialer Natur. Und das ist auch das Charakteristikum von Open Innovation Prozessen und auch entsprechenden Strategien.
Die Grundpfeiler einer solchen Strategie sind natürlich einerseits der Dialog und andererseits Partizipation und Transparenz. Das ist ihre Qualität, und genau so werden sich dann die entsprechenden Lösungen gestalten. So haben wir es auch bei diesem Prozess erlebt. Bei der Innovation, bei der es um Erneuerung und Fortschritt geht, wird die Offenheit auch dazu führen, dass eine Weiterentwicklung erfolgt und vor allem die Vielfalt gestärkt wird.
Ich möchte dazu ein Beispiel vom letzten Forum Alpbach heranziehen, bei dem seitens der Technischen Universitäten die Innovation Labs geführt wurden, wo acht Unternehmen Fragestellungen an Teams übergeben haben, und die Qualität dieser Teams war, dass sie aus allen Disziplinen gekommen sind. Das waren nicht nur Techniker, sondern Studierende quer durch die verschiedenen Studienrichtungen.
Wir haben dann am nächsten Tag gesehen – nach diesen 24 Stunden durcharbeiten, so ist dieser Prozess abgelaufen –, wie die Lösungen ausgesehen haben. Sie waren sehr engagiert, sehr spannend, sehr anregend. Sie haben auch dem entsprochen, dass diese Arbeit sehr interdisziplinär war, was es auch ist, wenn man Open Innovation Prozesse betreibt und vorantreibt.
Es geht letztendlich um ein Querdenken, um ein Out-of-the-box-Denken, und bei den Lösungen vor allem auch darum, entsprechende Grenzen zu überwinden und Grenzen zu verschieben.
Am Ende dieses Open Innovation Prozesses und der Strategie sind die entsprechenden Maßnahmen angeführt worden. Ich möchte nur einige wenige herausgreifen, von denen ich glaube, dass sie tatsächlich ein essenzieller Beitrag sind, um Neuerungen voranzutreiben und Lösungen zu finden.
Das eine ist die „Errichtung von offenen Innovations- und Experimentierräumen“. Da haben wir großartige Beispiele aus den Regionen. Ich nenne nur zum Beispiel die OTELOs, die offenen Technologielabors, oder den „Aufbau und Betrieb einer Open Innovation Plattform für soziale/gesellschaftliche Innovationen als Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen“ – ja, genau das ist es! Holen wir alle Ideen herein! Schauen wir gemeinsam, was das für eine Lösung sein kann! –, aber selbstverständlich auch das Thema „Verankerung von Anreizmechanismen für Forschungspartnerschaften (…)“. Das sind Bereiche, die uns mit Sicherheit in der Ideenfindung voranbringen und die entsprechende Innovationsdynamik forcieren.
Die Maßnahmen liegen jetzt auf dem Tisch. Die Herausforderung ist, die Maßnahmen umzusetzen. Das ist eine Frage der Konsequenz, aber vor allem auch des Mutes:
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