Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll1. Sitzung / Seite 18

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Ich möchte diese Gelegenheit aber auch dazu nutzen, allen zu gratulieren, die den Ein­zug ins Parlament geschafft haben. Ich möchte allen anderen Parteien gratulieren, al­len, die zugelegt haben, allen, die stärker zugelegt haben. Ich möchte an dieser Stelle diese Gelegenheit auch dazu nutzen, einer Partei meinen Respekt auszusprechen, die zwar diesmal nicht ins Parlament eingezogen ist, die aber trotzdem jahrzehntelange Arbeit für Österreich in diesem Haus geleistet hat: Ich gebe zu, wir waren in vielen Fra­gen nicht immer einer Meinung, aber die Grünen haben definitiv ihre Verdienste für die Republik, auch für das Parlament und insbesondere in Bereichen wie Umwelt und Kli­maschutz. Ich glaube, es ist daher angebracht, auch den Grünen an diesem heutigen Tag unseren Respekt zum Ausdruck zu bringen. (Allgemeiner Beifall.)

Gerade als jüngerem Politiker ist es mir auch ein Anliegen, all jenen zu danken, die in den letzten Jahrzehnten in diesem Haus für Österreich gearbeitet haben. Über die Par­teigrenzen hinweg gibt es einige, die diesmal nicht mehr kandidiert haben beziehungs­weise den Einzug ins Parlament nicht mehr geschafft haben. Von Jakob Auer bis Josef Cap gibt es viele Persönlichkeiten, die sich mehrere Legislaturperioden für Österreich eingesetzt haben, und ich glaube, auch ihnen gebührt unser Dank. (Allgemeiner Bei­fall.)

Ganz besonders möchte ich mich bei zwei Personen bedanken, die für die Volkspartei in der Vergangenheit Großes geleistet haben, zum einen beim ehemaligen Klubob­mann der Volkspartei, Reinhold Lopatka, und zum anderen beim Zweiten Präsidenten Karlheinz Kopf. Vielen, vielen Dank für eure Tätigkeit! Schön, dass ihr auch weiterhin in unserer Fraktion vertreten seid! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)

Am 15. Oktober wurde aber auch vielen Personen die Möglichkeit gegeben, sich erst­mals im Parlament einzubringen. Es sind sehr viele Abgeordnete zum ersten Mal in dieses Parlament gewählt worden. In unserer Fraktion gibt es 32 Personen, die zum ersten Mal in dieses Parlament einziehen. Ich denke, dass gerade der Mix aus erfah­renen Kräften, aber auch aus neuen Persönlichkeiten, die aus unterschiedlichen Berei­chen Erfahrungen mitbringen und ihre Expertise ins Parlament einbringen wollen, un­ser Parlament stark macht. Insofern darf ich heute nicht nur die neuen Abgeordneten aus unserer Fraktion, sondern aus allen Fraktionen ganz herzlich begrüßen und ganz herzlich zur Wahl gratulieren. (Allgemeiner Beifall.)

Eine neue Legislaturperiode bietet immer auch eine Chance für einen Neuanfang. Ich glaube, wenn wir auf den Wahlkampf, aber auch auf die letzten Jahre zurückblicken, dann können wir schon sagen: Es ist notwendig, dass sich einiges ändert, dass sich vor allem auch der Stil im Umgang miteinander ändern sollte. Ich glaube, dass die Men­schen das gegenseitige Anpatzen satthaben und ein Interesse daran haben, dass Poli­tiker im Umgang miteinander ordentlich zusammenarbeiten.

Wir haben in den letzten Monaten stets versucht, einen neuen Stil im Umgang mitein­ander zu prägen, andere nicht schlechtzumachen, sondern sie von den eigenen Ideen zu überzeugen. Ich glaube, dass es in unser aller Interesse sein sollte, diesen Stil auch ins Parlament zu bringen, ich glaube, dass ein würdevoller Umgang miteinander nicht nur angenehm für alle Politiker ist, sondern auch im Interesse der Bevölkerung liegt. Daher hoffe ich sehr, dass es uns in dieser Legislaturperiode gelingt, parteiübergrei­fend respektvoll miteinander umzugehen und im Interesse unserer Republik Österreich zu arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strache.)

Zur Wahl der Präsidentin des Nationalrates darf ich Ihnen heute eine Persönlichkeit vorschlagen, die sich in der Vergangenheit stets dadurch ausgezeichnet hat, dass sie eine Sacharbeiterin ist, die sich aber vor allem auch dadurch ausgezeichnet hat, dass sie immer respektvoll mit allen anderen politischen Mitbewerbern umgegangen ist, so­gar in der Funktion der Generalsekretärin. Es handelt sich um eine Politikerin, die zwar


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