Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll1. Sitzung / Seite 37

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Ja, der 15. Oktober war für uns alle ein spannender Tag, weil die Bürgerinnen und Bür­ger darüber abgestimmt haben, welchen Weg sie für die Zukunft Österreichs beschrei­ten wollen und wem sie diese Verantwortung übertragen.

Besonders spannend war dieser Tag natürlich für die Kandidatinnen und Kandidaten der neuen Volkspartei, denn wir haben uns im Sinne von mehr direkter Demokratie da­für entschieden, dass die Wahlkreismandate durch die direkten Vorzugsstimmen unse­rer Wählerinnen und Wähler vergeben werden.

Ich darf mich im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich bei den Wäh­lerinnen und Wählern für deren direkte Unterstützung bedanken, und ich kann ihnen versichern, dass wir sehr sorgfältig mit diesem Vertrauen umgehen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Politik ist kein Selbstzweck. Die großen und kleinen Anliegen der Bürgerinnen und Bür­ger stehen für uns alle im Mittelpunkt. Ich bin überzeugt davon, dass alle Abgeordneten hier im Hohen Haus mit Herzblut und Leidenschaft an ihre neuen Aufgaben herange­hen werden. Emotionen gehören zur Politik; man sollte sie allerdings im politischen Diskurs im Griff haben, denn wir wissen alle, dass Argumente, je lauter und aggres­siver sie vorgebracht werden, nicht richtiger oder falsch werden, dass jede Umfrage bestätigt, dass die Bürgerinnen und Bürger von uns eine konstruktive Zusammenarbeit erwarten, und dass man mit untergriffigen Angriffen keine Wahlen gewinnen kann.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, Frau Präsidentin, bei unserem Präsidenten Karlheinz Kopf, aber auch beim Präsidenten Ing. Hofer für die konstruktive, hervorra­gende und überparteiliche Arbeit in den letzten vier Jahren. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich darf Sie um die Unterstützung für unsere Kandidatin Elisabeth Köstinger bitten. (Abg. Scherak: Wir kennen sie nicht!) In meiner Funktion als Vizepräsidentin von SME Europe habe ich sie auf europäischer Ebene kennen- und schätzen gelernt. Sie hat in den letzten neun Jahren eine tolle Arbeit auf europäischer Ebene geleistet; und gerade dieser Zusammenhang zwischen nationalem und Europäischem Parlament ist ein ganz besonderes USP. Elisabeth Köstinger hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Potenzial für viele Funktionen hat. Das haben ja auch die anderen Fraktionen alle erkannt; und gerade deshalb wird sie eine hervorra­gende Präsidentin werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scherak: Sie wird dann Au­ßenministerin oder so!)

Wir setzen auf Zusammenarbeit, und wir werden natürlich auch die Kandidaten der an­deren Fraktionen unterstützen. Ich wünsche uns allen eine gute konstruktive Zusam­menarbeit im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger und im Sinne des Standorts Ös­terreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

11.49


Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Ga­briele Heinisch-Hosek. – Bitte, Frau Abgeordnete.

 


11.50.02

Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Heute ist nicht nur historisch gesehen ein bedeutender Tag – die Novemberpogrome wurden erwähnt –, sondern heute ist auch frauenpolitisch gesehen ein sehr bedeutender Tag, finde ich persönlich. Immerhin sind heute 63 Frauen neu beziehungsweise wieder ins Parlament eingezo­gen, das ist immerhin ein glattes Drittel aller Abgeordneten! Ich freue mich außeror­dentlich, dass 46,15 Prozent der Abgeordneten unserer eigenen Fraktion Frauen sind.


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