Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll5. Sitzung, 20. Dezember 2017 / Seite 76

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Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Danke schön.

Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Krenn. – Bitte, Frau Abgeordnete.

 


18.22.13

Abgeordnete Barbara Krenn (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Bundesre­gierung! Geschätzte Abgeordnete des Hauses! Liebe BesucherInnen auf der Galerie und vor dem Fernseher! Sehr geehrte Damen und Herren! Gestatten Sie mir am An­fang meiner Rede ein paar persönliche Worte.

Als ich vor 22 Jahren in meiner Heimatgemeinde Pürgg-Trautenfels als Gemeinderätin angelobt wurde, war ich voller Stolz; dass ich heute vor Ihnen sitze, erfüllt mich mit Freude. Gleichzeitig gehe ich aber an meine neue Herausforderung mit Demut und Re­spekt heran. Den Kontakt mit den Menschen pflegen, zuhören, Probleme verstehen und miteinander Österreich besser machen, das werde ich mit Überzeugung und in vielen Gesprächen mit allen Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus machen. (Allge­meiner Beifall.)

Als Wirtin bin ich es gewohnt, zu reden und vor allem jedem mit Respekt und Wert­schätzung zu begegnen. Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Nun aber zum Regierungsprogramm: Für eine Wirtin ist es nicht verwunderlich, dass mich das klare Bekenntnis der Bundesregierung zu unserer Tourismuswirtschaft freut. Österreich hat über 90 000 Betriebe im Bereich der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Diese geben 770 000 Vollzeitbeschäftigten einen guten Arbeitsplatz. Es ist ein großer Wirtschaftssektor, dem es in den letzten Jahren gelungen ist, Österreich als Urlaubs-, Freizeit- und Erholungsland zu positionieren.

Für mich ist unser Österreich das schönste Land der Welt. Trotzdem macht vor uns aber der Wettbewerb auch nicht halt. Wir müssen den Erfolg der letzten Jahre ausbau­en und weiterentwickeln, denn auch andere Länder werden für die Urlauber immer at­traktiver. Uns muss es gemeinsam ein Anliegen sein, Rahmenbedingungen im Touris­mus zu verbessern, vor allem für die Mitarbeiter vieles praxisnaher zu gestalten, Chan­cen der Digitalisierung zu nutzen und gemeinsam Schwerpunkte zu erarbeiten. Es geht um viele tausend Arbeitsplätze – 90 000 Betriebe und 770 000 Vollbeschäftigte –, es geht aber auch um unsere Marke Österreich.

Unsere Skirennläuferinnen und Skirennläufer, unsere Wintersportler allgemein leisten für unseren Tourismus Enormes. Wir müssen aber unsere Kinder wieder zu diesen Sportarten bewegen, diese besser leistbar machen. Eine Unterstützung für Schulski­kurse und Wintersportwochen muss möglich sein, damit wir die Begeisterung für die­sen Sport erhalten, auch im Interesse des Tourismus. Danke auch für dieses Bekennt­nis. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

Eines freut mich aber ganz besonders, die Senkung der Mehrwertsteuer von 13 auf 10 Prozent. Das bringt steuerlich eine enorme Erleichterung. Ebenso sind eine weitere Senkung der Lohnnebenkosten und Erleichterungen für Betriebsübergaben geplant. Dan­ke für die Initiativen.

Dann haben wir das Thema Rauchen, das in den letzten Jahren medial kontrovers dis­kutiert worden ist. Was stimmt tatsächlich? – Die neuen Regelungen bringen keine Ver­änderung im Gastronomiebereich, jedoch ein verschärftes Gesetz zum stärkeren Nicht­raucherschutz für Jugendliche. Für mich persönlich ist die Zusage wichtig, dass es zu einer praxisgerechten Umsetzung im Bereich Mitarbeiterschutz unter 18 Jahren kommt. Es liegt auf der Hand, dass nicht alle mit dieser Vereinbarung zufrieden sind, aber ich darf doch anmerken, dass es in einer Koalition nicht immer möglich ist, seine Meinung zu 100 Prozent durchzusetzen. Die Herren werden mir recht geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

 


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