Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll7. Sitzung / Seite 94

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Weniger augenfällige Kritik, aber für die Universität und die dortigen Abläufe wesent­licher war die Kritik an der Arbeit der Universitätsräte selbst. So wurden etwa Budget­voranschläge nicht rechtzeitig beschlossen, Protokolle und Dokumentation waren man­gelhaft. In einem Fall lag kein vom Universitätsrat genehmigter Entwicklungsplan vor, obwohl dieser essentiell für die Leistungsvereinbarungsverhandlungen mit dem Minis­terium ist.

Aus dieser sachlichen und konstruktiven Kritik des Rechnungshofs kann man den Auftrag herauslesen, hier umgehend Verbesserungen anzudenken, um den reibungs­losen Ablauf von Verwaltungsprozessen an österreichischen Universitäten zu garan­tieren. Im Sinne der Weiterentwicklung von Kompetenzen wäre für die Mitglieder des Universitätsrates Ähnliches anzudenken wie für Aufsichtsratsmitglieder in der Wirt­schaft bereits üblich: Weiterbildung und Zertifizierung. Von diesen Ausbildungen profi­tieren beide Seiten, die Erfahrungen aus der Wirtschaft zeigen, dass diese Maßnah­men sehr stark dazu beitragen, Aufsichtsräte noch professioneller aufzustellen und die immer komplexer werdenden Anforderungen und hohe Verantwortungslast gut zu be­wältigen.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

"Die Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung wird aufgefordert, ein Programm zur verpflichtenden Weiterbildung und Zertifizierung der Mitglieder der Universitätsräte zu entwickeln, um auch auf dieser Ebene ein Höchstmaß an Qualität im Sinne der weiteren Verbesserung des Hochschul­standorts zu garantieren."

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Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Danke, Frau Abgeordnete.

Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht und wird am Ende der Debatte zu diesem Tagesordnungspunkt zur Abstimmung gelangen.

Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Kuss-Bergner. – Bitte.

 


13.29.22

Abgeordnete Angelika Kuss-Bergner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herz­lich willkommen den Zusehern! Es freut mich, dass ich an meinem ersten Tag hier im Hohen Haus über das Thema sprechen darf, das mir am meisten am Herzen liegt: die Bildung und die Zukunft unserer Kinder.

Als Lehrerin und Volksschuldirektorin war es immer schon meine Intention, den Kin­dern die besten Chancen für ihre Zukunft mitzugeben. Dabei war es auch immer mein Ziel, den Kindern in der Volksschule die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln. Das ist der Einstieg ins Bildungsleben, und in diesen Jahren schaffen wir die Voraussetzungen für ein Leben in Leistungsbereitschaft und für ein er­folgreiches Berufsleben. Das sind die entscheidenden Jahre für unsere Kinder. In mei­nem Beruf als Direktorin, aber auch als Mutter von vier Kindern habe ich leider zu oft miterlebt, wie schwierig, ja fast unmöglich diese Aufgabe ist, wenn die Kinder nicht die ausreichenden Voraussetzungen für diese Bildungsphase mitbringen können.

 


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