17.34.47

Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP)|: Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann jetzt natürlich über Details oder jeden einzelnen Euro streiten, aber im Grunde, glaube ich, sind wir uns darin einig, dass es ein stabiles Kulturbudget ist, das uns für die nächsten zwei Jahre hier vorliegt, und dass damit die Arbeit, die in den letzten Jahren aufgebaut wurde, wirklich tadellos fortgesetzt werden kann.

Was ich sehr begrüße, das ist die Ankündigung von Herrn Bundesminister Blümel, die er schon öffentlich gemacht hat und auch im Ausschuss dargelegt hat, zum einen nämlich die wirklich konzentrierte Kunst- und Kulturarbeit in unserer Bundeshauptstadt, aber auch in den Landeshauptstädten zu erhalten und weiterzuentwickeln, was eine ganz wichtige Grundlage ist, und zum anderen auch das flächendeckende Angebot nicht außer Acht zu lassen. Der Herr Minister wird hier einen wesentlichen Schritt set­zen, nämlich in Abstimmung zwischen Bund und Ländern agieren und auch das Ge­spräch mit den einzelnen Kulturlandesräten forcieren, damit sich eben dieses Angebot, diese Möglichkeit, Kultur sowohl zu betreiben als auch genießen und nutzen zu kön­nen, flächendeckend über das ganze Land erstrecken kann.

Es geht ja nicht nur um die finanzielle Grundlage, sondern es geht in Wirklichkeit auch um diese vielen Programme, die Initiativen, die gesetzt werden, mit dem Ziel, dass Kul­turprojekte der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, dass sie je­dermann erleben kann und nicht nur eine Elite. Als besonders gelungenes Beispiel, glaube ich, kann man hier das Wolkenturm-Projekt aus Niederösterreich erwähnen, auf Schloss Grafenegg, das mittlerweile ein Aushängeschild weit über das Land hinaus geworden ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Daher an dieser Stelle auch mein Dank allen professionellen Kulturschaffenden, die Gewaltiges leisten, die damit Österreich wirklich in ein positives Licht rücken, aber auch mein großer Dank den vielen Ehrenamtlichen in all unseren Ortschaften, in all un­seren Gemeinden, die mit ihrem Engagement auf vielen verschiedenen Ebenen dieses Land so lebenswert machen. Ich denke dabei zum Beispiel an die über 140 000 Mit­glieder in unseren österreichischen Blasmusikkapellen, aber auch an jene in den Lai­entheatern und an all die vielen, vielen anderen, die vor Ort engagiert sind und den Menschen wirklich Tür und Tor in die Welt der Kunst und Kultur öffnen, auch gedank­lich, auch emotional, und damit einen ganz großen und wertvollen Beitrag leisten. (Bei­fall bei der ÖVP.)

Erwähnen möchte ich abschließend noch – und das wird in den nächsten Jahren auch ein wichtiger Schritt sein – die Ankündigung von Bundesminister Blümel, dass auch Transparenz in den Bereich dieser Kulturförderungen Einzug halten muss, dass es eine Abstimmung zwischen den einzelnen Institutionen geben und ersichtlich sein muss, wer in Zukunft was mit welchen Mitteln fördert. Und das Zweite, das er ebenfalls angekündigt hat: die Personalkosten, die unter seiner Hoheit sind, in Zukunft genau zu beobachten und hier eine Gehaltspyramide einzuführen, damit wir einen gerechten Aus­gleich für alle Kulturschaffenden in diesem Land haben. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)

17.37

Präsidentin Doris Bures|: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag.a Ruth Becher. – Bitte.