Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll19. Sitzung, 17., 18. und 19. April 2018 / Seite 385

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tungsstellen wollen natürlich so schnell wie möglich wissen, wie es weitergeht und dass sie Mädchen und Frauen auch weiterhin beraten können.

Rund 45 Prozent des Frauenbudgets gehen in den Gewaltschutz, in Gewaltschutz­zentren, in Interventionsstellen und in die Interventionsstelle gegen Frauenhandel. Wie schon gesagt, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres werden die Kosten dafür abgedeckt. Diese Stellen werden jährlich von 18 250 Frauen in Anspruch genom­men. Rund 54 Prozent dienen Beratungs- und Betreuungsangeboten für Mädchen und Frauen in Österreich. (Abg. Wittmann: Wer hat die Rede geschrieben?) Da geht es um 130 Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen, fünf Frauenberatungsstellen bei sexueller Gewalt, eine österreichweite, rund um die Uhr verfügbare Hotline, sechs Not­wohnungen, wie schon vorhin erwähnt, und Wohngemeinschaften. Es geht aber auch um ganz wichtige Beratungen in Frauenhäusern. Dieses Angebot wird jährlich von et­wa 90 000 Frauen und Mädchen in Anspruch genommen.

Das restliche Frauenbudget kann für Bewusstseinsbildung in Anspruch genommen werden. Ich glaube, auch das ist ein ganz wichtiges Thema, denn wir müssen Be­wusstsein für sensible Frauenthemen schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeord­neten der FPÖ. Abg. Wittmann: Wer hat diese Rede geschrieben? Bitte zahlen Sie ihm nichts!)

Ich darf noch einmal erwähnen, dass das Frauenbudget seit 2009 unverändert ist. Wir konnten dieses Frauenbudget absichern, und wir werden damit eine gemeinsame Zu­kunft für Österreichs Frauen sichern und in eine gemeinsame Zukunft für Österreichs Frauen investieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

17.11


Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet: Frau Abgeordnete Angela Baumgartner. – Bitte.


17.11.31

Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bun­desministerin! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen hier im Hohen Haus und zu Hause vor den Fernsehgeräten! Be­vor ich auf das Budget für das Frauenressort zu sprechen komme, möchte ich mich recht herzlich bei unserer Bundesministerin und dem Ministerium für die geleistete Ar­beit bedanken. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Meine Damen und Herren! Jede fünfte Frau in Österreich und jede dritte Frau in Euro­pa ist einmal in ihrem Leben mit Gewalt konfrontiert, deshalb ist die Arbeit des Frau­enministeriums sehr, sehr wichtig. Tausenden Frauen und Mädchen in Österreich wird tagtäglich Schutz geboten und geholfen, nämlich in 130 Frauen- und Mädchenbera­tungseinrichtungen, in sechs Notwohnungen sowie in Gewaltschutzzentren, Interven­tionsstellen und Beratungseinrichtungen. Hunderte Frauen leisten dort sehr wichtige Arbeit für Frauen und Mädchen, denen es nicht so gut geht, deshalb möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei diesen Frauen, die so viel Hilfe angedeihen lassen, bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

10,15 Millionen Euro für 2018 und derselbe Betrag für 2019 müssen gut und richtig eingeteilt werden. So gehen 47 Prozent davon in die Finanzierung von Interventions­stellen und Gewaltschutzzentren bei Gewalt in der Familie und in die Finanzierung der Interventionsstelle gegen Frauenhandel. Gemeinsam mit dem Innenministerium stellen wir da die Finanzierung sicher.

Wichtig ist: Wir können 100 Prozent Betreuungsquote bieten. Das heißt, jede Frau, die von Gewalt betroffen ist, kann Hilfe in Anspruch nehmen und es wird ihr auch geholfen. Das wird mit diesem Budget sichergestellt und somit auch weiterhin möglich sein.

 


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