richtswesen, für die Erstellung von Berichten, die wir von der öffentlichen Verwaltung verlangen, aufwenden muss, dann erkennt man, dass da schon Handlungsbedarf besteht, denn es ist in vielen Bereichen zu viel. Zu viel an Verwaltungstätigkeit behindert, frustriert und regt nicht unbedingt zu Höchstleistungen an. An der überbordenden Verwaltung werden wir also deutlich sparen müssen.
Wir werden uns vielleicht auch einmal die Österreichische Hochschülerschaft ansehen müssen, nämlich dahin gehend, was die mit den Geldern der Studierenden macht. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Parteipolitisch ideologisierte Mittelverwendung von 100 Prozent der Einnahmen von den Studierenden ist nicht das, was wir uns vorstellen. Das ist aber das Hauptaugenmerk der derzeitigen Führung der Österreichischen Hochschülerschaft, dort das allgemeinpolitische Mandat stellvertretend vielleicht für die SPÖ oder die nicht mehr vorhandenen Grünen in der Opposition zu übernehmen. Aber das kann nicht Aufgabe sein, dass die Mehrheit der Studenten linkslinken Ideologien auch noch die Finanzierung ermöglicht. Das müssen wir uns einmal genauer anschauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Wir sind auch in den Rankings oftmals international nicht gut aufgestellt, weil man Äpfel mit Birnen vergleicht. Wir vergleichen uns in vielen Rankings, ich nehme nur die Universitätsrankings her, oft mit Standorten. Wir vergleichen uns mit Standorten wie Cambridge oder ähnlichen. Wir organisieren unsere Universitäten so, dass am Standort Wien, ich glaube, neun Universitäten existent sind. In Cambridge gibt es nur eine Organisation, und mit dieser wird verglichen. Würden wir alle neun zusammenzählen, würden wir im Ranking schon etwas weiter oben sein, wenn man einfach Standorte mit Standorten vergleichen würde. Es kann ja nicht sein, dass die Organisationsform entscheidend ist für Aussagen, die darüber getroffen werden, ob eine Forschungsleistung oder die Lehre hervorragend ist und im Ranking weiter oben oder weiter unten steht. – Das ist ein Thema.
Aber wenn ich schon bei diesem Thema bin: Wir werden uns in den nächsten Jahren – in der Zeit, in der der tertiäre Sektor finanziell sehr gut aufgestellt ist und wir auch Luft dafür haben – auch vielleicht einmal akademisch und dann auch umsetzend damit beschäftigen, ob unsere Organisationsformen, nämlich der Zersplitterung im universitären Bereich, überhaupt so noch notwendig sind. Warum haben wir eigentlich in Wien drei Kunstuniversitäten, die auf zwei Universitäten – Bildende und Angewandte – auch oftmals gleiche Studienrichtungen anbieten? Die eine Universität – und es sind meistens links geführte Universitäten oder immer links geführte Universitäten, wie wir ja wissen – hat 600 oder 700 Studierende und die andere Universität hat 900 oder 1 200 Studierende. Beide haben ein Rektorat, beide haben eine überbordende Verwaltung, beide haben ausreichend Zeit dafür, dass sich das gesamte Führungspersonal permanent mit linkslinker Ideologie beschäftigt und diese auch entsprechend artikuliert, und vieles andere mehr. (Zwischenruf des Abg. Drozda. – Abg. Heinisch-Hosek: Ich glaube, die Redezeit ist zu Ende!)
Da muss man schon fragen, ob es noch zeitgemäß ist, solche Strukturen in die Zukunft mitzunehmen. (Ruf bei der SPÖ: Sie sind nicht mehr zeitgemäß!) Zumindest eine akademische Diskussion sollte einmal darüber begonnen werden, und dafür trete ich ein. (Abg. Kuntzl: Sind Burschenschaften noch zeitgemäß?) Sie treten nicht dafür ein, denn Sie versuchen, Ihre geschützten Werkstätten finanziell durchzufüttern. Das ist der Unterschied zwischen uns beiden. (Abg. Kuntzl: Sagen Sie was zu den Burschenschaften!) Aber vielleicht können wir Geld, das in die Verwaltung fließt, mehr in die Forschung, auch in die Ausbildung, Bildung und in die Förderung der Kunst und Kultur stecken, sodass es bei den Kulturschaffenden und Kunstschaffenden landet und weniger bei den sogenannten Kulturmanagern, die sowieso nur ideologisiert unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
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