Betreffend die thermische Sanierung wissen wir ganz genau, dass wir der Raumwärme 10 Prozent des CO2-Ausstoßes zu verdanken haben, dass wir da viele Möglichkeiten haben, dass rund 23 Prozent des Energieaufwandes eingespart werden könnten, dass wir zusätzliche Maßnahmen in diesem Bereich treffen können, wenn wir Geld zur Verfügung stellen. Und das Geld, das wir da zur Verfügung stellen, würde Green Jobs schaffen (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger) – rund 55 000 Green Jobs, das wurde errechnet – und eine Wertschöpfung von rund 3 Milliarden Euro. Dass man damit Arbeitsplätze absichern kann, müsste Ihnen als Partei doch sehr wichtig sein!
Nun zum Energiebereich: Im Energiebereich 8 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß auf 5 Millionen Tonnen zu verringern, sollte als Zielmaßnahme auch für die SPÖ einen Wert haben und könnte natürlich hier auch mitgetragen werden.
Jetzt zu dem, was da dauernd hinunterfällt (der Redner hebt das Foto vom Boden auf und stellt es ein weiteres Mal auf das Rednerpult), nämlich ein Wort zu verschiedenen Aussagen, die in den letzten Tagen getätigt wurden. Frau Kollegin Zadić, zu meinem Zwischenruf: Der war weder gegen Sie persönlich gerichtet – Sie haben das auch nicht behauptet, sondern der Kollege neben Ihnen – noch gegen Ihre Herkunft, denn eines darf ich Ihnen sehr wohl sagen: Wir sind gemeinsam in der bosnischen Freundschaftsgruppe, jawohl, und wir fahren im Oktober gemeinsam nach Bosnien.
Ich bin bewusst in die bosnische Freundschaftsgruppe gegangen, und zwar aus folgendem Grund: Ich war in der französischen Freundschaftsgruppe, da war ich mit dem Kollegen Cap und mit dem Kollegen Westenthaler in Frankreich. Da ist es eher um Rotwein gegangen, und deshalb habe ich mir gesagt: Diese Inhaltsleere tue ich mir nicht mehr an, sondern ich möchte echt etwas bewirken. – Hier (auf zuvor erwähntes Foto weisend) ist ein Bild, und da ist jemand drauf, den kennt auch der ehemalige Herr Bundeskanzler sehr genau: Das ist der neue Klubobmann der SPÖ Niederösterreich, der mit mir gemeinsam Bosnienhilfsaktionen durchgeführt hat.
Ich habe 1994 zwei ganz große Züge nach Bosnien in Flüchtlingslager gebracht, ich bin dreimal im Jahr in Bosnien und versorge dort ein Spital, ich versorge dort das Rote Kreuz. Sie, Frau Abgeordnete Zadić, kommen aus Tuzla, Sie kennen die Stadt Bugojno. Sie sollten dort den Herrn Bürgermeister, den Primar im Krankenhaus, den Rot-Kreuz-Chef nach dem Herrn Rädler fragen, dann würden Sie sicherlich etwas über mich erfahren. (Zwischenruf der Abg. Duzdar.) Das sage ich jetzt nicht zu Ihnen, sondern in Richtung Liste Pilz, die solche Dinge über mich verbreitet. Da fühle ich mich wirklich gekränkt. (Abg. Kuntzl: Sie sollten sich entschuldigen!)
Ich würde Herrn Rossmann jetzt einmal auffordern, von seinem Gehalt – ich gebe Ihnen dann gerne die Kontonummer – etwas an das Bosnische Rote Kreuz in Bugojno, dem ich helfe, wie ich auch einen Studierenden dort privat unterstütze, zu überweisen, dann können wir auf diesem Niveau weiterreden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
18.47
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Dipl.-Ing.in Martha Bißmann zu Wort. – Bitte.
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (PILZ): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuseherInnen auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Geschätzte Bundesministerin! Ich wünsche mir eine neue politische Kultur hier im Hohen Haus, einen neuen Umgang miteinander (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP) – Herr Rädler, speziell an Sie gerichtet –, einen neuen Umgang, in dem Kooperation,
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