Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll28. Sitzung, 13. Juni 2018 / Seite 189

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Wir wollen treffsicherer werden, wir wollen effizienter werden, und Sie können sicher sein, dass es natürlich auch ab dem Jahr 2020 noch Geld für die thermische Sanierung geben wird. Wir sind auch bemüht, dass es trotz der brisanten budgetären Themen, die wir haben, mehr Geld geben wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

Ich darf aber auch auf den Kollegen Kollross zu sprechen kommen, der hier in einer generösen Art und Weise die Ministerin aufgefordert hat, sich gefälligst zu Wort zu melden, der gemeint hat, dass sie im Umweltausschuss die Fragen nicht beantwortet hätte. Sie hat das jetzt, glaube ich, zum dritten Mal gemacht, und hat man es noch immer nicht verstanden, dann ist das eben so oder man hat einen anderen Hinter­gedanken.

Wir hatten hier vor drei Wochen eine inhaltlich sehr gute und qualitätsvolle Enquete zur Klima- und integrierten Energiestrategie, und ich hätte mich gefreut, liebe Vertreter der SPÖ, wenn die Erstrednerin der SPÖ-Fraktion – das war keine Kollegin vom Bundesrat oder vom Nationalrat – nicht eine parlamentarische Mitarbeiterin gewesen wäre. Das war schon ein bissel kurios und das zeugt auch ein bissel vom Zustand der SPÖ.

Sie hat das sehr, sehr gut gemacht, muss ich sagen – Respekt! –, ich habe auch ge­klatscht, sie hat das sehr gut gemacht, aber das zeugt nur (in Richtung SPÖ) vom Zustand in Ihrer Fraktion: Sie haben sich beim Thema Klima- und Energiepolitik abge­meldet. Ich erhoffe mir, dass Sie nun einen Neustart schaffen, damit man mit Ihnen wieder auf Augenhöhe diskutieren kann. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

19.11


Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abge­ordneter Schrott. – Bitte, Herr Abgeordneter.


19.11.39

Abgeordneter Dominik Schrott (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich bedanke mich vorab bei unserer Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger und der gesamten Bundesregie­rung, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, diese Sanierungsoffensive zu verlängern. Immerhin ist die Förderung dieser Sanierung eine der wichtigsten Maßnahmen zur Um­setzung der Klimastrategie, wie wir vorhin schon von der Frau Bundesministerin gehört haben.

Wir wissen, dass der Gebäudesektor für rund ein Drittel des gesamten österreichi­schen Energieverbrauchs verantwortlich ist. Vor diesem Hintergrund sind unsere Her­ausforderungen im Bereich des Klimaschutzes zu sehen. Es muss uns gelingen, die Baustandards laufend zu verbessern, sprich erstens die Gebäude energieeffizienter zu gestalten. Die beste Energie ist schließlich die, die wir nicht verbrauchen und die wir sparen können. Zweitens sollen wir danach trachten, die Energieversorgung auf erneu­erbare Energiequellen umzurüsten. All das wird uns aber nicht gelingen, wenn wir nur alle 40 Jahre sanieren.

Geschätzte Damen und Herren! Wenn wir die Klima- und Energiestrategie mit den Menschen und für die Menschen umsetzen wollen, dann müssen wir weiterhin ent­sprechende Anreizsysteme schaffen. Die Menschen sind einfach viel eher dazu bereit, an das Große und Ganze zu denken, wenn sie auch persönlich einen Nutzen daraus ziehen.

Die Frau Bundesminister hat die Zahlen schon angesprochen, daher möchte ich sie nur noch kurz erwähnen: Im Budget stehen finanzielle Mittel in der Höhe von 43,5 Mil­lionen Euro für Private und Betriebe bereit, und mit dem „Raus aus dem Öl!“-Bonus, für


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