Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 118

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- eine schrittweise Umstellung des Fördersystems zur verstärkten Unterstützung des Umstiegs auf Biolandwirtschaft mit dem mittelfristigen Ziel von über 50 Prozent Bio­landwirtschaft,

- einen dringend erforderlichen Beitrag der Landwirtschaft gegen die Klimakrise durch die deutliche und nachhaltige Reduktion der chemisch-synthetischen Pestizidverwen­dung sowie der mineralischen Stickstoffdüngung,

- eine stärkere Förderung der Regionalität und Direktvermarktung sowie

- eine umgehende Schaffung einer weiteren Förderkulisse für den Neueinstieg sowie den Umstieg in die Biolandwirtschaft in der jetzigen und in der kommenden GAP-Pe­riode.

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Hier geht auch das Burgenland mit gutem Beispiel voran: Der ehemalige ÖVP-Präsi­dent der Landwirtschaftskammer Burgenland ist auch ein Biobotschafter in der Region. Das ist der richtige Weg! Ich hoffe auf breite Zustimmung zu diesem Entschließungsan­trag. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)

14.59

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Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Preiner,

Genossinnen und Genossen

zum Bericht des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft über den Bericht der Bun­desministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus betreffend Jahresvorschau 2019 auf Grundlage des Legislativ- und Arbeitsprogrammes der Europäischen Kommission so­wie des Achtzehnmonatsprogrammes des Rates (III-258 d.B.), 527 d.B.

betreffend gerechtere Verteilung der EU-Fördermittel und Stärkung der Bio-Landwirt­schaft

Der Bericht der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus betreffend Jahres­vorschau 2019 spricht die Verhandlungen zu den rechtlichen Grundlagen der nächsten Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik 2020+ an. Hier befinden sich die Mitgliedstaa­ten in einer hohen Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen, denn die Klimaerhitzung, der Verbrauch chemisch-synthetischer Pestizide, Tierwohl und gerech­te Fördermittelpolitik stehen in zunehmendem Interesse der Menschen in Österreich, Europa und weltweit.

Künftigen Generationen eine intakte und funktionierende Umwelt zu hinterlassen muss ein zentrales Anliegen der Politik sein. Die Neuausrichtung der Lebensmittelerzeugung ist hierfür eine der entscheidenden Weichenstellungen.

Österreich kann sich hierbei als Vorreiter in der EU eine Leuchtturmfunktion erarbeiten. Daher gilt es gerade jetzt verstärkt auf Ökologie, Qualität und Regionalität zu setzen sowie öffentliche Fördergelder optimal einzusetzen, um den Bestand unserer Betriebe und deren Leistungen für die Gesellschaft dauerhaft abzusichern.

Heimische Biolebensmittel sind hierbei eine enorme Chance für Umwelt, Klima und den österreichischen Arbeitsmarkt. Unter allen Landbewirtschaftungsformen ist die bio-


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