wenn man regelmäßig zwischen 10 Uhr am Abend und 6 Uhr in der Früh arbeiten muss – der klassische Schichtdienst. Nachtschwerarbeit ist es, wenn man in dieser Nachtzeit regelmäßig arbeitet und dann noch dementsprechend schwere Arbeit verrichten muss – das heißt, bei heißen Temperaturen oder kühlen Temperaturen im Kühlhaus oder bei extremer Lärmbelastung.
Das sind jene Österreicherinnen und Österreicher, die jahre- und jahrzehntelang unser Land auch nachts am Leben erhalten, und diese Arbeitnehmer haben selbstverständlich auch einen besonderen Schutz zu erwarten. Deshalb, und das kann ich nur noch einmal wiederholen, ein Zeichen mehr: Nur mit uns Freiheitlichen geht hier etwas weiter; denn, liebe Sozialdemokratie, es hat euch jetzt jahrelang nicht gestört, dass es bei dieser Pensionsregelung Abschläge gegeben hat. Wo war die Sozialdemokratie? (Abg. Keck: Mit der ÖVP ist das nicht gegangen bitte!)
Jetzt, mit uns Freiheitlichen, wird es möglich werden, wir werden sicherstellen, dass dieser Personenkreis – und zwar betrifft es in diesem Fall Frauen ab 52 und Männer ab 57 – vorzeitig in den Sonderruhestand gehen kann und dann ab 60 oder 55 in die normale Alterspension, dass diese Personen diesen Abschlag bei der Pension nicht mehr abziehen müssen.
Wir werden da unterstützend eingreifen und helfen, aber ich sage es noch einmal: Das alles wird ohne Freiheitliche Partei nicht gehen. Deshalb, liebe Arbeitnehmer, bedenken Sie am 29. September: Nur ein Kreuz bei der FPÖ wird die soziale Gerechtigkeit in Österreich weiterhin sicherstellen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
14.44
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Keck. – Bitte.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Als Einreicher dieser Anträge und als jemand, der über viele Jahre Nachtschwerarbeit geleistet hat, bin ich betroffen von den Aussagen, die hier dargebracht werden.
Kollegin Kirchbaumer, du hast Beispiele gebracht, die man nicht vergleichen kann, und ich sage das sehr harmlos. Du hast als Beispiel eine Frau genannt, die eine Tagesdiensttätigkeit verrichtet hat, vielleicht in einem klimatisierten Büro, die sehr wohl lange Jahre gearbeitet hat und aufgrund einer Regelung, die die ÖVP damals mit der FPÖ in einem Pensionsgesetz beschlossen hat, Abschläge von 4,2 Prozent hat. Es ist aufgrund einer Maßnahme, die die ÖVP gesetzt hat, dass es diese Abschläge gibt. Dann hast du einen Schwerarbeiter erwähnt und gesagt, es sollen für alle Pensionisten gleiche Bedingungen geschaffen werden.
Was macht denn der Nachtschwerarbeiter? – Ich denke, die meisten – und ich traue mich, das hier zu sagen – wissen nicht, wie die Belastung eines nachtschwerarbeitenden Menschen ausschaut, meine Damen und Herren. Ich war viele Jahre lang Nachtschwerarbeiter, und ich kann Ihnen sagen: Wenn Sie in der Nacht Tätigkeiten verrichten, bei denen Sie hier herum (der Redner deutet auf sein Gesicht) 80 Grad haben und die Sie durchgehend machen müssen, dann ist das eine immense Belastung für den Körper, für den Kreislauf, für alles. Daher ist das Nachtschwerarbeitsgesetz am 1. Juli 1981, also gestern vor 38 Jahren, hier in Österreich eingeführt worden, nämlich dass bei Bedingungen wie Hitzebelastungen, Kältebelastungen, Lärmbelastungen, Erschütterungen und so weiter in Verbindung mit Nachtarbeit eben eine Maßnahme vorgesehen ist.
Dann kommt das Thema Finanzierung. Wie wollen wir denn das finanzieren? – Ich glaube, Kollegin Kirchbaumer, du weißt nicht, dass für diese Menschen, die Nachtschwerarbeit leisten, von den Dienstgebern Sonderbeiträge einbezahlt werden müs-
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