Schule bis hin zu Berufsausbildung und Hochschule – verbunden ist. Eine Verschränkung des Übergangs vom Kindergarten in die Volksschule durch den Bildungskompass würde diesbezüglich wirklich eine Stütze darstellen und eindeutig Vorteile bringen.
Als Vertreterin der Sozialdemokratie kann ich abschließend nur sagen, dass wir für ein Bildungssystem kämpfen, das durchlässig ist, Chancen ermöglicht und wirklich Talente fördert, für Bildung, die für alle leistbar ist und nicht spaltet oder segregiert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Cox.)
21.52
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hoyos-Trauttmansdorff. – Bitte.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich darf zu zwei Anträgen, die noch nicht wirklich behandelt wurden, sprechen, einer von der SPÖ und einer von uns, jeweils zum Thema Ziffernnoten. Die alte Bundesregierung hat diese ja wieder eingeführt, hat die alternativen Beurteilungsmöglichkeiten abgeschafft und es damit aus unserer Sicht Schülerinnen und Schülern und insbesondere auch Eltern schwieriger gemacht, weil wir einfach der tiefen Überzeugung sind, dass es notwendig ist, Personen, Schülerinnen und Schüler nicht nur als Nummer zu sehen, sondern ihre Talente betreffend mehr dahinter zu sehen.
Damals, als die Ziffernnoten in diesem Pädagogikpaket – wie das von der alten Bundesregierung genannt wurde – eingeführt wurden, gab es auch massive Kritik, insbesondere auch von den Lehrerinnen und Lehrern, die massiv dagegen lobbyiert und gesagt haben, dass sie diesbezüglich über die Jahre endlich eine Errungenschaft gehabt haben, dass sie seit 2016 die alternativen Beurteilungsmöglichkeiten hatten und die Bundesregierung das leider wieder abgeschafft und ihnen damit nicht ermöglicht hat, das weiterzuführen. Auch der Rechnungshof hat das damals sehr stark kritisiert und auch von der Verunsicherung der Eltern gesprochen, weil die Eltern über die letzten Jahre natürlich auch dieses Modell kennen- und sehr schätzen gelernt haben, weil sie eben gemerkt haben, dass es da um mehr geht, sie auch in vielen Fällen besser herauslesen können, wie ihre Kinder performen und welche Stärken und Schwächen ihre Kinder haben, und dass sie das dann auch gemeinsam mit den Kindern besprechen und diese perfekt fördern können.
Kollege Taschner hat in der Debatte zum vorigen Tagesordnungspunkt den ehemaligen Minister gelobt und gesagt, was für eine großartige Arbeit das im Bildungsbereich war. – Das ist aus meiner Sicht nicht so. Gerade dieses Thema zeigt, dass die alte Regierung diesbezüglich Retropolitik gemacht und kein einziges Problem gelöst hat. Sie haben mit der Einführung der Ziffernnoten kein einziges Problem gelöst, nach wie vor kann jeder fünfte Schüler nicht sinnerfassend lesen. Das können Sie doch nicht ernst meinen, dass Sie mit solchen Maßnahmen, die nur plakativ sind, Verbesserungen im Schulsystem herbeiführen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Hammerschmid.)
Diese Maßnahmen – und das haben wir damals schon sehr klar gesagt – sind am Ende des Tages nur auf den Rücken der Schüler ausgetragene Kämpfe, und es geht Ihnen nur darum, die Gesellschaft weiter zu spalten. Das weiterzuführen, das ist etwas, was wir nicht akzeptieren können, und deswegen haben wir diesbezüglich auch Handlungsbedarf gesehen und diesen Antrag eingebracht, um das zu reparieren.
Wir hatten damals im Ausschuss auch ein ExpertInnenhearing. Das hat damals auch ganz klar gezeigt, dass diese Variante der Ziffernnoten ein – Entschuldigung, wenn ich das so sage – Schmarrn ist; es ist nichts anderes. Das ExpertInnenhearing hat ganz klar gezeigt, dass junge Menschen, wenn sie Noten bekommen, aus entwicklungs-
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