Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll84. Sitzung, 2. Juli 2019 / Seite 283

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ben hat, nämlich im Bildungsbereich eine Chancengleichheit für alle Kinder in Öster­reich herzustellen, hat sich nicht bewahrheitet (Zwischenruf des Abg. Vogl), ganz im Gegenteil: Die Kluft ist größer geworden, und wir Freiheitliche werden dafür sorgen, dass diese Kluft kleiner wird und alle Kinder in Österreich eine Chance auf eine gute Bildung haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

22.03


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Himmelbauer. – Bitte.


22.03.50

Abgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, BSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir kommen zum Ab­schluss eines sehr intensiven Sitzungstages, und auch wenn es die letzten beiden Tagesordnungspunkte sind, ist Bildung keineswegs eine Nebensache, sondern ein zentrales Thema, das immer wieder im Blickpunkt der Politik steht. Es beschäftigt uns auf allen Ebenen – von der Gemeindeebene über die Landesebene, die Bundes- bis hin zur EU-Ebene –, und selbstverständlich betrifft und beschäftigt es viele Öster­reicherinnen und Österreicher.

Einen wichtigen Beschluss haben wir heute bereits gefasst, nämlich jenen betreffend 250 Millionen Euro für die schulische und außerschulische Nachmittagsbetreuung von Kindern von sechs bis 14 Jahren. Und ich sage – weil Kollegin Holzleitner vorhin gesagt hat, Bildung, Kinderbildung sei wichtig –, Bildung findet auch in Form der Nach­mittagsbetreuung statt, aber es ist, glaube ich, genauso wichtig, dass Kinder die Freiräume haben, zu spielen, sich auszutoben, und dass die Eltern die Gewissheit haben, dass sie in diesem Rahmen bestmöglich betreut werden. (Beifall bei der ÖVP.) Somit ist auch das eine wichtige Maßnahme, die Eltern und ihren Kindern zugute­kommt, indem wir den Ausbau der Betreuungsplätze sichern und die Gemeinden, die ja auch Träger der Pflichtschulen sind, wenn es um die Kosten geht, bestmöglich unterstützen.

Ebenso wichtig ist aber auch die Anpassung unserer Schulen, des Lehrplans, der Aus­bildung an heutige und zukünftige Anforderungen. Mit dem vorliegenden Gesetzent­wurf nehmen wir uns besonders die polytechnischen Schulen vor – eine ganz wichtige und wesentliche Ausbildungsform, ein ganz wichtiger und wesentlicher Schultyp, der junge Menschen auf ihren späteren Ausbildungs- und Berufsweg vorbereitet.

In meiner Region, im Weinviertel, gibt es sieben polytechnische Schulen, die alle wertvolle Partner der Wirtschaft und der ausbildenden Betriebe sind. Diese Schulen unterstützen die jungen Menschen dabei, ihre Begabungen und Fähigkeiten richtig einzuordnen, und sie bieten dann in dieser Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten auch Orientierung.

Mir ist bewusst, dass wir uns oft auf die Schwächen konzentrieren, aber für mich ist klar: Wir brauchen Grundkompetenzen, wir brauchen Fähigkeiten, und ich sehe nichts Verwerfliches darin, diese auch in Leistungsgruppen zu stärken, indem wir sagen, dass wir diese Schwächen ausmerzen beziehungsweise auch Stärken fördern. Für mich ist aber wichtig, dass gerade die polytechnische Schule als Schultyp der Ort ist, an dem wir Stärken auch weiterhin fördern, an dem wir diese aufgreifen und den jungen Menschen auch Orientierung dahin gehend bieten, wo sie diese Stärken in Zukunft einsetzen können.

Eines ist nämlich klar – wenn wir daran zurückdenken, wie es uns gegangen ist, als wir den Schultyp gewechselt haben, beziehungsweise wissen es auch die, die Kinder haben, die in dieser Übergangsphase sind –: Es ist oft sehr schwer, zu wissen: Wo will


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