Beginn der Sitzung: 10.18 Uhr
Vorsitzende: Präsident Mag. Wolfgang Sobotka, Zweite Präsidentin Doris Bures, Dritte Präsidentin Anneliese Kitzmüller.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich darf die 88. Sitzung des Nationalrates, die aufgrund eines ausreichend unterstützten Verlangens gemäß § 46 Abs. 6 der Geschäftsordnung einberufen wurde, für eröffnet erklären.
Ich darf Sie nach der Sommerpause herzlich begrüßen. Ich hoffe, Sie haben Energie getankt, sodass wir die nächsten Sitzungstage mit großer Gelassenheit und mit einem entsprechend großen Verantwortungsbewusstsein abwickeln können.
Ich darf die Besucherinnen und Besucher auf der Galerie, die Vertreterinnen und Vertreter der Medien und insbesondere die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Fernsehgeräten herzlich begrüßen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Herr Bundespräsident hat mit Entschließung vom 6. August 2019 gemäß Art. 28 Abs. 1 des Bundes-Verfassungsgesetzes den Nationalrat für den 10. September 2019 zu seiner ordentlichen Tagung 2019 der XXVI. Gesetzgebungsperiode einberufen.
Trauerkundgebung
aus Anlass des Ablebens des
Bundesministers a. D. Rudolf Hundstorfer
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf zu Beginn an eine Persönlichkeit erinnern, die vor wenigen Tagen verschieden ist, vollkommen unerwartet für ihre Familie, der wir unsere Anteilnahme in ganz besonderer Art und Weise entgegenbringen wollen – viele von Ihnen haben das anlässlich des Begräbnisses ja bereits getan. Sie alle wissen: Es geht um Rudolf Hundstorfer. (Die Anwesenden erheben sich von ihren Sitzplätzen.)
Rudolf Hundstorfer war ein Politiker, der nicht nur dem Nationalrat angehört hat und Minister war, sondern vor allem in berufsständischen Vertretungen engagiert war: Er hat sein gesamtes Leben in ganz besonderer Art und Weise der gewerkschaftlichen Bewegung gewidmet. Er war überzeugt von der Sozialpartnerschaft. Er war überzeugt von der Notwendigkeit, die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen nicht nur im Bereich der Wiener Gemeindebediensteten, sondern weit darüber hinaus zu vertreten. Schließlich wurde er Chef des Österreichischen Gewerkschaftsbundes in einer besonderen Situation: in einer Zeit, in der viele das Vertrauen vielleicht nicht in dem Maße hatten, wie der Gewerkschaftsbund und die Bewegung sich das vorgestellt haben.
Rudolf Hundstorfer hat es letzten Endes gerade für die Gewerkschaftsbewegung verstanden, durch seine persönliche Art der Herangehensweise an Herausforderungen – mit Ruhe, mit Überlegtheit und vor allem mit einer besonderen persönlichen Einstellung, die Engagiertheit und vor allem eine sachliche Auseinandersetzung in den Mittelpunkt rückte – das wieder vergessen zu machen, was vorgefallen war.
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