beitung, im Gailtal gemacht worden. Das heißt, kurze Wege für den Transport der Tiere sind das, was wir wollen. Dass das funktioniert, zeigen solche Herkunftskennzeichnungen, nur müssen wir als Konsumentinnen und Konsumenten die Garantie haben, dass wir darauf vertrauen können.
Es braucht natürlich auch Tierwohlkennzeichnungen. Wir haben das in der Legehennenhaltung zum Glück umgesetzt. Da ist es gelungen, eine Kennzeichnung durchzusetzen, die das Tierwohl für uns sichtbar macht. Wir wissen, ob das Ei aus Freilandhaltung oder Bodenhaltung kommt, und wir wissen vor allem auch, dass in Österreich Käfighaltung verboten ist. Darum geht es. Wir brauchen Kennzeichnungen, wir brauchen Regelungen, die uns als Konsumentinnen und Konsumenten in die Lage versetzen, zu erkennen, was produziert wird, wo es produziert wird und unter welchen Bedingungen es produziert wird.
Dabei haben wir in der Vergangenheit die ÖVP nicht als Partner gesehen. Es ist viel blockiert worden, gegen den Willen der Konsumentinnen und Konsumenten und auch gegen den Willen der Bäuerinnen und Bauern. Ich war letzte Woche am Genussmarkt in Linz: Wenn man sieht, wie viele junge Landwirtinnen und Landwirte engagiert arbeiten, sich neue Existenzformen aufbauen, in der Landwirtschaft aktiv sind, im Vollerwerb, dann ergibt das ein ganz anderes Bild der Landwirtschaft als jenes, das hier ständig von Ihnen gepredigt wird. Genau dieses Bild der Landwirtschaft wollen wir: eine regionale Landwirtschaft, die lebendig ist, die das Tierwohl mitberücksichtigt und bei der der Konsument die Möglichkeit hat, das auch im Regal zu finden.
Eine unserer Forderungen, die auch immer wieder abgelehnt worden ist, ist: Wir könnten diese Transporte auch einschränken, wenn wir durchsetzen könnten, dass bei der AMA-Kennzeichnung von Fleisch endlich auch Gentechnikfreiheit geboten wäre, denn dann würde man zumindest kein gentechnisch verändertes Soja aus Brasilien mehr verwenden können. Das wäre schon eine große Verbesserung für die Konsumentinnen und Konsumenten in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
20.24
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Damit ist die Debatte geschlossen.
Ich frage, ob seitens der Berichterstattung der Wunsch nach einem Schlusswort besteht. – Das ist nicht der Fall.
Damit gelangen wir zur Abstimmung, die ich über jeden Tagesordnungspunkt getrennt vornehme.
Abstimmung über Tagesordnungspunkt 15: Entschließungsantrag 566/A(E) der Abgeordneten Maurice Androsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „mehr Kontrollen von Lebendtiertransporten am Transportweg zur Verhinderung unnötigen Tierleids“.
Hiezu haben die Abgeordneten Eßl, Kolleginnen und Kollegen einen gesamtändernden Abänderungsantrag eingebracht.
Ich werde daher zunächst über den erwähnten gesamtändernden Abänderungsantrag und im Falle einer Ablehnung über den Entschließungsantrag 566/A(E) abstimmen lassen.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die sich für den gesamtändernden Abänderungsantrag der Abgeordneten Eßl, Kolleginnen und Kollegen aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist mit Mehrheit so angenommen. (E 114)
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite