Lassen Sie mich auf konkrete Maßnahmen eingehen, mit denen wir auf die aktuelle Situation reagieren! Wir haben Anpassungen bei der Coronakurzarbeit vorgenommen: All jene Unternehmen, die jetzt direkt vom Lockdown betroffen sind, können nun die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter auf 0 Prozent reduzieren, sodass keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt werden müssen. Alle können jetzt durch diesen Lockdown kommen, weil die Coronakurzarbeit dafür adaptiert wurde.
Ich bitte Sie, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, wenden Sie die Coronakurzarbeit an! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AMS sind mehr denn je für Sie da. An dieser Stelle möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AMS meinen Dank aussprechen. Ihr leistet, Sie leisten Großartiges, schon seit Monaten und auch jetzt in dieser besonderen Zeit wieder! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Wir haben in diesem Jahr über 5,2 Milliarden Euro in die Coronakurzarbeit investiert und konnten damit zu Spitzenzeiten über 1,3 Millionen Arbeitsplätze sichern. Wir haben auch für das kommende Jahr 1,5 Milliarden Euro im Budget dafür sichergestellt. Ich kann Ihnen versprechen: Wenn es mehr Bedarf gibt, wird es mehr Mittel dafür geben. Darauf haben wir uns in der Bundesregierung geeinigt, denn jeder Arbeitsplatz, den wir mit der Coronakurzarbeit sichern können, ist ein wichtiger. Da können Sie auf unsere Unterstützung zählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zu unserem zweiten zentralen Programm in der Krise: Es gibt eine Joboffensive und dort, wo es sinnvoll ist, wo wir Menschen damit unterstützen können, regionale Arbeitsstiftungen. Im Verwaltungsrat haben auch die Sozialpartner mitbestimmt und zugestimmt. Da bin ich, was die Coronakurzarbeit, aber besonders auch die Joboffensive betrifft, sehr dankbar für die konstruktive Zusammenarbeit, denn damit stellen wir sicher, dass wir mit den 700 Millionen Euro in den nächsten ein bis zwei Jahren über 116 000 Menschen aus- und weiterbilden können, dort, wo die Jobs auf sie warten, dort, wo es Jobchancen gibt, nämlich arbeitsplatznahe und zugleich in den Zukunftsbranchen.
Jetzt, in dieser besonderen Zeit, geht es darum, dass die Aus- und Weiterbildung so gut wie möglich weitergeführt werden kann. Deshalb bin ich stolz, dass wir es geschafft haben, über drei Viertel dieser konkreten Aus- und Weiterbildungen auf digital umzustellen, und dass jene, bei denen es erforderlich ist, vor Ort weiterzuarbeiten, zum Beispiel in den Werkstätten, unter Einhaltung der strengsten Gesundheits- und Hygienebestimmungen weitergeführt werden. Dafür ein großes Dankeschön an all die vielen Träger und Partner des AMS, die mitanpacken und das jetzt sicherstellen! (Beifall bei der ÖVP.)
Wir investieren damit direkt in die Menschen, die wir sozusagen als Arbeitskräfte von morgen brauchen werden, etwa im gesamten Mint-Bereich, wo wir jetzt nach wie vor Fachkräftemangel haben, im gesamten Digitalisierungsbereich, im gesamten Bereich Gesundheit und Pflege, aber zugleich auch im Nachhaltigkeitsbereich, was die erneuerbaren Energien und so weiter betrifft. Darauf haben wir den Fokus gelegt und damit stellen wir sicher, dass all jene, die eine Ausbildung machen wollen und bereit sind, mitanzupacken, davon auch profitieren können. Zusätzlich stellen wir mit einem Bildungsbonus von 180 Euro pro Monat bei einer Ausbildung, die länger als vier Monate dauert, sicher, dass man in der Zeit der Aus- und Weiterbildung finanziell so gut wie möglich über die Runden kommt.
Unsere oberste Priorität ist dennoch, dass wir Menschen so schnell wie möglich in Beschäftigung bringen. Dementsprechend bedarf es auch eines unterschiedlichen Maßnahmenmix zusätzlich zu diesen zwei zentralen Programmen, nämlich für unterschiedliche Zielgruppen und für unterschiedliche Unterstützungsbereiche. Damit das möglich ist, habe ich dafür gesorgt, dass das AMS ausgestattet ist und dass insgesamt 500 Planstellen für heuer sichergestellt sind, damit auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem
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