der Werbewirtschaft. Nicht eingerechnet ist das, was noch zusätzlich an Dienstleistungen und Produkten für eine Produktion zugekauft werden muss. Ich erwähne es immer wieder: Da kann der Tischler dabei sein, da kann die Kostümbildnerin dabei sein, da kann die Visagistin dabei sein und viele mehr.
Deswegen ist das ein ganz wichtiges Instrument, um auch international tätig sein zu können. Vielleicht, um auch ein bisschen Bewusstsein für die Tragweite zu schaffen: Wenn Sie das nächste Mal wieder einen Film – hoffentlich bald – in den Kinos oder auch im TV anschauen und Sie haben die Möglichkeit, den Nachspann zu sehen, dann lesen Sie einmal, wie viele Menschen und wie viele Branchen da eigentlich beteiligt sind, damit wir in den Genuss von eineinhalb Stunden Vergnügen kommen! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
15.21
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Engelberg. – Bitte.
Abgeordneter Mag. Martin Engelberg (ÖVP): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Kollege Troch hat es schon erwähnt, dass hinter dieser lapidaren Bezeichnung des Abkommens über die Nutzung von Reproduktionen bestimmter Archivalien eigentlich sehr viel mehr steht: Es steht eben diese gemeinsame, dunkle Geschichte dahinter, es stehen Beiträge der Republik Österreich für Yad Vashem, für die Gedenkarbeit dahinter, deren Zahl erfreulicherweise in den letzten Jahren zugenommen hat. Österreich hat unter anderem auch einen doch substanziellen Beitrag zur Errichtung des neuen Archivgebäudes in Yad Vashem geleistet, das jetzt in Bau befindlich ist.
Ganz grundsätzlich sollte man vielleicht auch noch ein Wort zu Yad Vashem verlieren, der zentralen Gedenkstätte des Holocaust, des jüdischen Volkes, wo wir ja einerseits ein Museum und andererseits ein sehr, sehr stark wachsendes Archiv haben. Yad Vashem heißt in der Übersetzung Denkmal und Name – Yad heißt Denkmal, Vashem Name. Es ist tatsächlich das einzige Denkmal und die Namensgebung für viele Opfer des Holocaust, die nicht einmal ein Grab haben, die nicht einmal einen Grabstein haben. Um es vielleicht noch einmal ein Stück persönlicher zu sagen: Meine Großeltern väterlicherseits, acht Onkel und Tanten und eigentlich eine fast unüberschaubare Zahl an Cousins und Cousinen ersten und zweiten Grades sind nur dort verewigt.
Ich denke, dass das für viele Menschen eine besondere Bedeutung hat. Umso wichtiger ist es, dass wir als Republik dazu auch unseren Beitrag leisten.
Ich stehe auch nicht an, ein Wort der Anerkennung in Richtung der FPÖ zu sagen: Sie haben das damals bei der Unterzeichnung des Abkommens unterstützt und auch im Ausschuss – und auch jetzt in Ihrer Rede (in Richtung Abg. Lausch) – kundgetan, dass Sie das unterstützen wollen. Ich finde, das gehört auch extra anerkannt. Ich sage dazu aber auch: Ich persönlich würde mir wünschen, mehr solcher Zeichen von Ihnen zu hören und zu sehen.
An alle anderen: Vielen Dank, wenn wir das dann einstimmig beschließen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
15.24
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Wie vereinbart, verlege ich die Abstimmung darüber an das Ende der Verhandlungen über die Tagesordnungspunkte des Kulturausschusses.
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