die eine Deutschförderung brauchen, sondern für alle! Die Kosten müssen da auch übernommen werden, es kann nicht sein, dass das an den Eltern hängen bleibt. Es braucht eine ordentliche Bezahlung der dort eingesetzten Lehramtsstudenten. Wir fordern in diesem Antrag auch, dass die Planung zeitgerecht abgeschlossen ist, also bis zum Ende des Wintersemesters, damit sich die Eltern, die Kinder und auch die Lehrer ordentlich vorbereiten können.
Es ist so wichtig, dass wir unseren Kindern eine Zukunftsperspektive bieten! Hohes Haus, unsere Kinder brauchen Mut, sie brauchen Zuversicht und sie müssen natürlich auch ein Stück weit von uns an der Hand genommen und begleitet werden.
Ich appelliere an Sie, liebe Mitglieder der Regierungsfraktionen: Unterstützen Sie diese Anträge und teilen Sie uns bitte nicht ständig mit, dass wir hier destruktiv wären! Sagen Sie uns nicht ständig, wir sollten an einem Strang ziehen, wir tun das nämlich – wir Oppositionsparteien zum Beispiel tun das gemeinsam. Es wäre angebracht, dass Sie auch einmal uns folgen würden. Ich bitte daher um Zustimmung zu unseren Anträgen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.)
16.51
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist einmal mehr Frau Abgeordnete Hamann. – Bitte.
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ich glaube, in der Analyse dieser Zeit, nämlich dass Corona speziell im Schulwesen und im Bildungssystem eine ziemliche Schneise der Verwüstung hinterlassen hat, können wir uns ja ziemlich einig sein. Es stimmt schon, das gilt nicht für alle, manche Kinder tun sich zu Hause auch leicht, aber für die meisten ist es doch eine schmerzhafte Leerstelle, allein zu sein, allein vor dem Bildschirm zu lernen, keine Freunde und Freundinnen um sich zu haben und ohne persönliche Unterstützung durch Lehrkräfte. Das ist völlig klar.
Es ist auch völlig klar, dass wir da jetzt enorm viel tun müssen, sobald wir können, da sind wir uns ja, glaube ich, auch einig. Wir müssen in den Schulen in Beziehungen investieren, wir müssen da ganz viel Reparaturarbeit leisten – nicht nur auf der emotionalen und sozialen Ebene, sondern auch auf der intellektuellen. Es ist auch allen Menschen, die hier im Raum sind, völlig klar, dass wir dazu Zeit und Energie brauchen, aber selbstverständlich auch Geld in die Hand nehmen müssen.
Zu den Anträgen: Was können wir da jetzt konkret machen? – Im Ausschuss sind über die Monate einige Vorschläge zusammengekommen, da waren auch durchaus gute dabei. Einige sind zwischenzeitlich von der Realität überholt worden, andere sind so, dass man bestimmte Details ablehnt, aber die grundsätzlichen Ideen aufgreift und in anderer Form umsetzt.
Ich möchte jetzt ein paar Punkte aufzählen, bei denen wir uns einig sein können, dass deren Umsetzung notwendig ist und gemacht werden muss. Ganz akut wichtig sind Förderprogramme für Jugendliche, die Lehrstellen suchen; wir wissen ja, wie im Moment die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist. Da werden wir auch Mentoringprogramme brauchen, da gibt es Förderungen für die Unternehmen – alles das wird bereits getan.
Ganz wichtig ist: Wir werden Förderstunden brauchen, speziell für die Kinder und Jugendlichen, die jetzt in Abschlussklassen sind, für die angehenden Maturanten und Maturantinnen. Die Oberstufenschüler und -schülerinnen haben ja in den letzten Monaten am allermeisten Unterricht verloren, und da wird es, soweit ich weiß, schon nach Weihnachten losgehen.
Im Pflichtschulbereich müssen wir selbstverständlich ganz besonders viel tun, speziell für bildungsbenachteiligte Kinder. Da gibt es zum Beispiel bereits die Buddyprogramme,
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