Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll71. Sitzung, 11. Dezember 2020 / Seite 310

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Ohne Mathematik an diesen Schulen wird das schwierig, deshalb möchte ich hier noch eine Bitte deponieren: Überlegen wir uns, ob die Lehrpläne, wie wir sie derzeit vorfinden, genug Mathematik, genug Rechnungswesen und genug Betriebswirtschaftslehre bein­halten, damit den Schülerinnen und Schülern ermöglicht wird, sich eine Zukunft aufzu­bauen, in der sie erfolgreich wirtschaften. Es geht nicht nur um Preispolitik, es geht um Investieren mit Weitsicht, es geht um eine logische Landwirtschaft, die auch für Kon­sumentinnen und Konsumenten nachvollziehbar ist; und es geht nicht nur darum, gute Pakete zu schnüren. Ich bin zuversichtlich, dass das an ein paar Schulen gelingen wird; die Grundlage für eine gute Zukunft gelingt in den Schulen.

Euch allen wünsche ich noch eine schöne, besinnliche Adventzeit, frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Srecno in zdravo novo leto ter lepe praznike. – Hvala lepa. (Beifall bei den Grünen.)

19.35


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer Stellungnahme hat sich Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Bundesministerin.


19.35.04

Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstin­ger: Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Das land- und fortwirtschaftliche Schulwesen hat durchaus eine Sonderstellung im Bildungs­system, vor allem auch, weil es bei uns im Bundesministerium für Landwirtschaft, Re­gionen und Tourismus angesiedelt ist und wir unser land- und forstwirtschaftliches Schul­wesen ehrlich gesagt wie eine Schmuckschatulle behandeln, weil wir wissen, dass ins­besondere unsere jungen Bäuerinnen und Bauern die Zukunft der Landwirtschaft in Ös­terreich sind.

Deswegen ist es heute auch so schön für uns, dass wir diese Novelle nach vielen Jahren der Verhandlungen zustande gebracht haben. Wir haben ein extrem hohes Ausbildungs­niveau in unseren land- und forstwirtschaftlichen Schulen. Man braucht sich nur die Er­gebnisse der Zentralmatura anzuschauen: Da liegen deren Absolventinnen und Absol­venten immer im Spitzenfeld, und das ist durchaus auch den Lehrerinnen und Lehrern in diesen Schulen geschuldet. An dieser Stelle wirklich ein ganz, ganz großes Danke­schön dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Geschätzte Damen und Herren, wir schaffen mit der heutigen Novelle die Rahmenbedin­gungen dafür, dass es einheitlich möglich wird, sich im mittleren Management zu be­werben. Wir schaffen ein durchgängiges System, und, vor allem für Personen, die schon länger im Bildungssystem sind, massive Verbesserungen.

Erlauben Sie mir, ganz großen Dank an die Verantwortlichen im gesamten Bildungssys­tem in Österreich auszusprechen! Wir wissen, dass wir heuer durch die Coronapande­mie vor allem in diesem Bereich vor besonderen Herausforderungen gestanden sind: Das Distancelearning, das Umstellen auf die digitalen Systeme, das alles hat nicht nur die Familien vor große Herausforderungen gestellt, sondern auch unsere Lehrerinnen und Lehrer, egal, in welchem Bereich, und auch im landwirtschaftlichen Schulwesen.

Das, was uns, glaube ich, vor allem auszeichnet, ist, dass in den land- und forstwirt­schaftlichen Schulen nicht nur die Lehrpläne vermittelt werden, sondern auch Stolz und Wertschätzung für Grund und Boden, für unsere bäuerliche Produktion in Österreich; außerdem passiert ein großer Anteil an Herzensbildung. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön: Mit dieser Novelle ist uns ein Meilenstein gelungen. – Herzli­chen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

19.37


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Ing. Johann Weber. – Bitte, Herr Abgeordneter.

 


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