20.13

Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Klimaschutz geht uns eigentlich alle an, und er muss uns allen etwas wert sein. Wir können mit praktischen Beispielen beginnen: Ich komme selbst aus der Landwirtschaft. Wenn man sich die Lebensmittel anschaut und gerne Rindfleisch isst, sieht man, dass Rindfleisch aus Südamerika eine CO2-Belastung von 84 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Fleisch hat, in Österreich produziert hat es gut 10 Kilogramm CO2-Belastung. Das ist Klimaschutz im Kleinen – oder, wenn man Fahrgemeinschaften bildet. (Abg. Schnedlitz: Deswegen importiert der Bauernbund auch Erdäpfel aus Südafrika!)

Wir reden gerne vom öffentlichen Verkehr, der ist auch wichtig. Es muss uns aber bewusst sein, dass es ein Unterschied ist, ob man in Ballungsräumen lebt, ob man in der Stadt, in Wien lebt, wo man eine U-Bahn hat, oder ob man im tiefsten Wald- oder Mühlviertel – im Mühlviertel, wo ich daheim bin – lebt. Wir werden immer einen gewissen Individualverkehr brauchen, gleichzeitig aber natürlich entsprechende Schritte setzen, wie das 1-2-3-Ticket, wo Oberösterreich in Zukunft entsprechend voll dabei ist.

Überhaupt ist Oberösterreich im Bereich Klimaschutz eigentlich sehr vorbildlich, nicht nur bei den Maßnahmen, die die Landesregierung setzt, sondern auch bei der Wirtschaft: Es gibt sehr viele Firmen, die in Klimatechnologie investieren, dadurch werden viele Arbeitsplätze gesichert, und die Firmen sind eigentlich auf der ganzen Welt aktiv. So gesehen ist Oberösterreich eigentlich ein Vorzeigeland. (Beifall bei der ÖVP.)

Das kommt natürlich in Oberösterreich nicht ganz von ungefähr. Es gibt dort auch Leute an der Spitze wie Landeshauptmann Stelzer, denen das Thema einfach wichtig ist und denen es wert ist, dass wir da etwas tun. Wir müssen aber auch bereit sein, wenn wir an Elektroautos denken – gute Geschichte, keine Frage, ein Teil der Lösung, nicht allein die Lösung! –, den Strom selbst zu erzeugen oder mehr Strom aus natürlichen Ressourcen zu erzeugen. Da müssen wir über Speicherkraftwerke nachdenken, bei denen man Wasser, wenn man Strom hat, den man nicht braucht, hinaufpumpen kann, und sobald man Strom braucht, kommt es wieder runter. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Dann macht das – als Beispiel – Sinn.

Ich glaube, da könnte man lange darüber diskutieren und jedem von uns fällt etwas ein. Letztlich müssen wir bereit sein, gemeinsam etwas umzusetzen, damit die Bevölkerung auch mitgeht. Es muss machbar sein. Lieber Kollege Rauch, du kannst dich darauf verlassen: Die ÖVP hat in der Vergangenheit Umwelt- und Klimaschutz mit Vernunft betrieben und wird das auch in Zukunft tun. (Beifall bei der ÖVP.)

20.15

Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich. – Bitte, Herr Abgeordneter.