in meine Verantwortung fällt – im Index Intellectual Assets – also Patent- und Markenanwendungen, Designanwendungen – liegen wir in Österreich auf Platz 4 im europaweiten Vergleich. – Dies auch als direkte Antwort auf Kollegen Deimek, der aber jetzt, glaube ich, nicht im Raum ist.
Insofern möchte ich schließen: Es war ein gutes Jahr für die Forschung – aus vielen verschiedenen Gründen, die Kollege Faßmann schon genannt hat, aber auch weil die klimarelevante Forschung einen richtigen und schönen Budgetschub erhalten hat. Wenn wir das vorantreiben, dann ist das vor allem auch eine große Chance für die Betriebe, denn im globalen Wettbewerb ist gerade dieser Bereich noch nicht entschieden. Da können wir vorne dabei sein, und wir unterstützen das, wo es geht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
21.41
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Niss. – Bitte.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geschätzte Ministerinnen! Sehr geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Wir – die ÖVP – wollten den Forschungs- und Technologiebericht ins Plenum bringen, wir sind jetzt sozusagen schuld daran, dass es hier noch etwas länger dauert. Ich glaube aber, man kann über das Thema und über die Forschung nicht oft genug sprechen, denn Forschung ist die Basis unseres Wohlstandes, sie ist die Quelle des Fortschrittes, und ich finde, Forschung ist ganz einfach extrem faszinierend. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Wenn man auch Corona nicht viel Positives abgewinnen kann, so ist, glaube ich, etwas positiv, nämlich dass die Forschung eine Bühne bekommen hat, denn es ist ganz klar: Ohne Forschung gäbe es keine Impfung, keine Tests, keine Videokonferenz und auch keinen digitalen Unterricht, und ich glaube, es ist wichtig, dass wir einfach immer wieder zeigen, was die Forschung machen kann und wie sie unser tägliches Leben erleichtert und beeinflusst.
Der Herr Minister hat es vorhin schon gesagt: Das letzte Jahr war für die Forschung in Österreich ein sehr positives. Wir haben einerseits die FTI-Strategie quasi als Weihnachtsgeschenk beschlossen, und sie zeigt uns, wie wir nun endgültig auch zum Innovationleader werden – und das aufgrund von drei Themen: einerseits durch den Ausbau des Forschungsstandortes und indem wir noch mehr Forschung nach Österreich holen, weitere Boehringer-, weitere Infineon-Investitionen nach Österreich holen, dadurch, dass wir uns in Europa noch besser vernetzen, und indem wir durch die Forschungsprogramme noch mehr Mittel nach Hause bringen. Das ist, glaube ich, wesentlich.
Auf der zweiten Seite ist es notwendig, dass wir exzellente Forschung fördern und – und das ist wichtig, weil wir ja nicht aus Selbstzweck forschen – dass wir deren Ergebnisse auch tatsächlich in innovative Produkte umwandeln können. Darin müssen wir uns tatsächlich noch verbessern.
Das Dritte ist, dass wir Leute ausbilden und Talente nach Österreich holen. Da geht es nicht darum, dass wir eine Bildungslücke schließen, sondern um konkrete Maßnahmen, mit denen wir junge Leute für Technik, für Forschung begeistern und Forscher und Forscherinnen aus dem Ausland nach Österreich holen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beim Budget brauchen wir uns definitiv nicht zu verstecken. Wir konnten für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Grundlagen- und in der angewandten Forschung 28 Prozent mehr herausholen. Das ist wichtig für den Standort Österreich.
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite