Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll117. Sitzung, 8. Juli 2021 / Seite 286

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Daher nur ganz kurz zum Inhalt: Natürlich, immer wieder gibt es berechtigte Wünsche oder Visionen, auch wenn es in diesem Fall darum geht, 110-kV-Leitungen zu verkabeln. Anknüpfend an das EAG, das wir beschlossen haben, muss man wissen, dass sich die Netzbetreiber, wenn es um die Umsetzung des EAG geht, komplett neu aufstellen müssen. Es geht ja darum, auch Tausende neue Einspeisepunkte zu schaffen. Da geht es um neue Umspannwerke, da geht es um Rückkoppelungen, da geht es um ein komplett neues Leitungssystem, weil die bisherigen in dieser Form überhaupt nicht auf diesen Rücktransport aufgebaut sind.

Ein zusätzliches Thema sind natürlich die 110-kV-Leitungen, aber genauso gut wie es Argu­mente dafür gibt, sprechen momentan auch viele dagegen. Sie haben nur einen Teil der Kostenwahrheit genannt. Da geht es nicht um Länder, da geht es nicht um den Bund, sondern da geht es in Wirklichkeit um die Frage, wer denn das an die Netz­betreiber be­zahlt – immer wieder der Konsument. Das müssen Sie auch dazusagen, wenn Sie das hier ehrlich von diesem Pult aus diskutieren wollen. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)

Das Zweite ist – und das haben Sie auch nicht erwähnt –: Es gibt enorme technische Schwierigkeiten, wenn teils Außenleitungen oder verkabelte Leitungen zusammen­kom­men. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Da gibt es verschiedene tech­nische Hürden, die gemeistert werden müssen – mit Fehlerströmen und so weiter. Wie gesagt, es ist ein großes Paket, das zu diskutieren ist. Das ist jetzt der Startschuss, wir gehen damit in den Ausschuss und werden es im Ausschuss und in weiterer Folge auch wieder hier im Plenum diskutieren. (Beifall bei der ÖVP.)

23.35


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Schroll. – Bitte.


23.35.25

Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Der Inhalt des vorlie­genden Antrages der NEOS begleitet uns, begleitet mich ja schon sehr, sehr lange. Ich kann mich gut daran erinnern, hier im Herbst 2019 die erste Rede über dieses Thema gehalten zu haben, und ich habe das Gefühl, dass uns das wahrscheinlich noch länger begleiten wird.

Geschätzte Frau Kollegin Doppelbauer, ja, wir hätten es beim EAG verhandelt, aber wie ihr wahrscheinlich alle wisst, haben nicht wir von der Sozialdemokratie die Regierungs­vorlage geschrieben. Man hat es aber versucht, und ich sage, wie man so schön sagt: Verhandlungen sind kein Wunschkonzert.

Der Antrag liegt klar auf dem Tisch, und auch ich freue mich, dass wir im Herbst darüber noch diskutieren werden. Ich bin auch hundertprozentig der Meinung, dass die Bevölke­rung auch abgeholt werden muss, sie interessiert sich auch für diese Themen. Man muss dann natürlich auch abwägen, wie es wirtschaftlich ausschaut, wie es dann mit der Ökologie, mit der Landschaftspflege und mit den Leitungsanlagen ausschaut.

Ich freue mich auf die Diskussion im Herbst. Wir haben dazu ja auch schon einen Antrag eingebracht, und wir stehen diesem Antrag sehr positiv gegenüber. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

23.36


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Kassegger. – Bitte.


23.36.49

Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Auch in aller Kürze zu dem Antrag: Das Begehr ist sozusagen, Stromleitungen mit 110 kV nicht über Land zu führen,


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