Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll135. Sitzung, 135. Sitzung des Nationalrats vom 15. Dezember 2021 / Seite 211

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Levels sind, das hat uns die Coronapandemie sehr eindrücklich gezeigt. Daher finde ich es schade, dass Sie diesen Antrag ablehnen.

Kollege Weber hat das im Ausschuss damit begründet – und Sie haben es auch gerade gesagt, Frau Kollegin Hamann –, dass der Antrag längst erfüllt sei, dass es ihn nicht brauchen würde, denn solche Fortbildungen gäbe es schon. Ja, selbstverständlich, es gibt solche Fortbildungen und zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer machen das auch, aber, Frau Kollegin Hamann, Sie haben vergessen, Folgendes zu sagen: Natürlich gibt es verpflichtende Fortbildung, aber es gibt keine verpflichtende Fortbildung für digital­didaktische Kurse, sondern es gibt 15 Stunden verpflichtende Fortbildung, und wenn ein Lehrer Lust darauf hat, kann er in diesem Bereich etwas machen – er muss aber nicht. Dass es ganz viele Lehrerinnen und Lehrer gibt, die sich das selber in Eigeninitiative angeeignet haben und ganz, ganz viel wissen, ist ja unbestritten, aber es gibt auch zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer, die eben in diesem Bereich noch sehr viel Luft nach oben haben.

Sie sagen immer, dass das so viele machen, aber sehen wir uns die Zahlen an: Die Moocs haben, glaube ich, 40 000 Lehrerinnen und Lehrer besucht, wobei nicht alle sie auch abgeschlossen haben. Wir haben aber 120 000 Lehrer und Lehrerinnen. Es gibt also noch ein gewisses Delta, das da zu füllen ist.

Dieser Antrag zielt auch nicht darauf ab, dass alle Lehrerinnen und Lehrer zu Digitalisie­rungs- oder IT-ExpertInnen oder zu ProgrammiererInnen mutieren – nein –, sondern es soll unserer Meinung nach jede Lehrkraft ein gewisses digitaldidaktisches Basiswissen haben, darauf zielt das ab.

Dass die ÖVP hier nicht weiterkommt, ist irgendwie klar. Ihr früherer Finanzminister hat ja offensichtlich nicht einmal einen Laptop gehabt, das Digitale ist also sicher nicht Ihres. Dass die Grünen das auch nicht unterstützen, finde ich schade, denn es ist einfach unverständlich, warum Sie sich nicht trauen, da eine Verpflichtung für die Lehrerinnen und Lehrer einzuführen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)

15.06


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Totter. – Bitte.


15.06.26

Abgeordnete MMag. Dr. Agnes Totter, BEd (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Unter diesem Tagesordnungspunkt debattieren wir einige Anträge der Opposition, die wir im Unterrichtsausschuss abgelehnt haben, und das aus gutem Grund. Vieles davon ist bereits erledigt und manche Forderungen entsprechen ganz einfach nicht der schu­lischen Realität.

Nun aber zu den einzelnen Punkten: Insgesamt wurde der COVID-19-Schulstornofonds mit 13 Millionen Euro dotiert, wovon bereits rund 10 Millionen Euro ausbezahlt sind. Schu­len bekamen rechtzeitig ein Instrument, damit Eltern und Schulen nicht auf Storno­kosten sitzen bleiben. Auch der diesbezügliche bürokratische Aufwand war im Vergleich zu anderen Maßnahmen gering.

Eine weitere gelungene Maßnahme sind die Covid-Förderstunden. Wir können hier auf die professionelle Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vertrauen. Sie setzen diese Maßnahmen nach bestem Wissen und Gewissen um, um eine optimale Förderung der Kinder und Jugendlichen zu erzielen.

Zum Antrag des Kollegen Brückl möchte ich ganz klar und deutlich Folgendes festhalten: Bis auf wenige Ausnahmen, in denen einzelne Klassen oder einzelne Schulen aufgrund der hohen Infektionszahlen für einige wenige Tage tatsächlich behördlich geschlossen


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