Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll135. Sitzung, 135. Sitzung des Nationalrats vom 15. Dezember 2021 / Seite 313

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Impfens“, der im Tiroler Landtag von der FPÖ eingebracht wurde. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ui- und Oh-Rufe bei den Grünen.)

Weil es so schön ist, zitiere ich es gerne noch einmal. Die FPÖ sagt: „Es gilt zu bedenken, dass das Unterlassen von Impfungen nicht nur auf den Einzelnen, sondern auch auf die gesamte Gesellschaft Auswirkung hat.“ – So viel zu Ihren Überzeugungen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf. – Abg. Stefan: ... objektiv!)

Zum Schluss jetzt aber noch ganz kurz meine Bitte an alle Eltern: Wenn es um die Gesundheit Ihrer Kinder geht (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf), sollten Sie sich besser nicht auf das Glück verlassen, sondern gehen Sie auf Nummer sicher, schützen Sie Ihr Kind und lassen Sie es impfen! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

20.17

20.17.32*****


Präsident Ing. Norbert Hofer: Bevor sich Herr Bundesminister Dr. Wolfgang Mückstein zu Wort meldet, darf ich Herrn Abgeordneten Schallmeiner für die Formulierung „verzapft [...] ziemlich viel Blödsinn“ einen Ordnungsruf erteilen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)

*****

Zu Wort gelangt nun Herr Bundesminister Dr. Wolfgang Mückstein. – Bitte, Herr Bun­desminister.


20.17.50

Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Dr. Wolfgang Mückstein: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Ich darf zu den Tagesordnungspunkten 30 bis 36 Stellung nehmen.

Medikamente als ersten Punkt: Einen angemessenen Schutz gegen die Covid-19-Infek­tion bietet in erster Linie die Coronaschutzimpfung. Es ist, glaube ich, ganz wichtig, das zum Thema Medikamente zu sagen. Bis jetzt sind in Österreich 15,3 Millionen Impfun­gen verabreicht worden, also wir haben tatsächlich 15,3 Millionen Stiche in Öster­reich. Fast 70 Prozent der Gesamtbevölkerung haben zwei Dosen erhalten, 33 Prozent bereits den Boostershot, die dritte Teilimpfung, und wir halten bei den über 65-Jährigen be­treffend Boosterimpfungen immerhin bei 67 Prozent.

Welche weiteren Medikamente gibt es? – Es gibt eine orale Therapie, die jetzt zur Verfü­gung steht, von der Firma Pfizer, von der Firma MSD. Wir haben bereits über 470 000 The­rapiezyklen gekauft. Was ist betreffend diese Medikamente wichtig? – Sie sind zum einen keine Alternative zum Impfen. Sie müssen relativ am Anfang gegeben werden, also am dritten bis fünften Tag nach der Positivtestung, und sind für Menschen, die Vorerkrankungen haben, die Risikofaktoren haben, gedacht. Dafür sind sie da. Sie sind aber keine Alternative zum Impfen. Sie können, wenn sie frühzeitig gegeben werden, zwischen dem dritten und dem fünften Tag, mithelfen, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Das Risiko senken sie um circa 50 Prozent. (Beifall bei den Grünen.)

Da die etablierten Arzneimittelbeschaffungswege in diesem Fall nicht ausgereicht haben, haben wir uns für eine zentrale Beschaffung über den Bund geeinigt. Damit können wir diese Therapieoption, nämlich die oralen Medikamente gegen die Covid-19-Infektion, den Bundesländern anbieten und so mithelfen, in Zukunft die Spitäler zu entlasten.

 


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