Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll160. Sitzung, 14. Juni 2022 / Seite 207

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bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.) Gegipfelt ist das jetzt bei Herrn Takacs, beim Bundespolizeidirektor. Das ist auch ein Parteifreund aus Niederösterreich (neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP), der plötzlich zum wichtigsten und zentralsten Bundespolizis­ten geworden ist. – Na sauber, da sind wir aktiv, aber sonst gar nicht.

Herr Takacs ist übrigens auch durch seine martialische Sprache in Whatsapp-Chats be­kannt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der will Köpfe rollen sehen, Blut fließen sehen – das ist der Herr Takacs, das ist jetzt unser oberster Bundespolizist. Das ist das, was Sie in diesem Ministerium anrichten, Herr Karner! (Ruf bei der ÖVP: Hör jetzt auf einmal! Nein, nein ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)

Dann kann man sich fragen: Wo hat denn Herr Karner das Innenministerium kennenge­lernt? Das Innenministerium hat Herr Karner im Kabinett von Ernst Strasser kennenge­lernt. (Abg. Michael Hammer: Na so was!) Das, was Sie da machen, schaut ganz nach Schule Strasser aus. Ernst Strasser war halt bekannt fürs Zusperren von Polizeiinspek­tionen (Ruf bei der ÖVP: Das ist schon lange her!) – das haben wir schon gesagt –, fürs Umfärben – leider, das kennen alle –, und der dritte Punkt, für den Strasser auch noch bekannt geworden ist, ist Korruption. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir werden also nur darauf warten müssen, wenn es bei der ÖVP in diesem Takt weitergeht, bis der nächste Korruptionsskandal kommt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)

19.56


Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abge­ordneter Brandweiner zu Wort gemeldet. – Bitte.


19.56.09

Abgeordneter Lukas Brandweiner (ÖVP): Kollege Einwallner hat behauptet, dass un­ser Herr Innenminister die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten im Ausschuss nicht wertgeschätzt hat. Herr Kollege Einwallner, ich darf tatsächlich berichtigen (Abg. Matz­netter: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!): Unser Herr Innenminister hat gleich zu Beginn den Dank an die Polizistinnen und Polizisten gerichtet (Zwischenruf der Abg. Yılmaz – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), gleich, als es darum ging, die Polizistinnen und Polizisten mit Schutzausrüstung auszustatten. Also, Herr Kollege Einwallner, viel­leicht sollten Sie im Ausschuss - - (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)

19.56


Präsidentin Doris Bures: So, damit ist das beendet.

Nächster Redner: Herr Abgeordneter Stocker. – Bitte.


19.56.52

Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr In­nenminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Sie diese Sitzung noch verfolgen! Vor allem aber: Lieber Herr Kollege Ein­wallner! Dass Sie Sicherheitssprecher sind, das wundert mich jetzt ein wenig. (Zwischen­rufe bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist eine Notlösung!) – Ob es eine Not­lösung ist, weiß ich nicht, aber es ist zumindest keine Lösung (Heiterkeit bei Abgeord­neten der ÖVP), denn dann, wenn Sie nicht wahrhaben wollen, dass eine Polizeiinspek­tion allein dadurch, dass auch stationär Beamte vor Ort sein müssen, Kapazitäten bindet, die auf der Straße fehlen (Abg. Einwallner: Wollen Sie wieder zusperren? Was sperren sie als Nächstes zu?! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), fehlt es an den grundlegen­den mathematischen Kenntnissen. (Beifall bei der ÖVP.)

Letztlich darf ich Ihnen eines sagen: Die Schließung des Wachzimmers am Bahnhof wurde 1999 deshalb gemacht, damit mehr Polizeipräsenz vor Ort und auf der Straße


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