sagen Sie, Frau Minister, als höchste Vertreterin der Familien, eigentlich dazu?
In der Ausschusssitzung gab es zu ganzen 17 Tagesordnungspunkten keine einzige Wortspende von Ihnen. Haben Sie nichts zu sagen? (Beifall bei der FPÖ.)
21.35
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Barbara Neßler. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich sage jetzt etwas, über das man in unserer Gesellschaft relativ ungern spricht: Als ich ein Kind war, ist mein Vater sehr spät von der Arbeit nach Hause gekommen, und wir haben uns oft nicht mehr gesehen, weil ich schon im Bett war. Das hat er nicht gemacht, weil er es gern gemacht hat, sondern weil er musste. Und wenn ich in die Runde fragen würde, dann könnten wahrscheinlich viele von euch oder von Ihnen von ähnlichen Erfahrungen berichten.
Liebe Kollegen und Kolleginnen, sprechen wir einmal über die Realität, was das Thema anbelangt: Die Väterkarenz in Österreich liegt nach wie vor auch im Jahr 2022 bei 13 Prozent, und im Kontext dessen ist die sogenannte Carearbeit auch ein Thema, das noch immer unter dem Radar liegt. Das ist die unbezahlte Arbeit, die Hausarbeit, die Kindererziehung, und, da müssen wir uns auch nichts vormachen, die liegt nach wie vor bei der Frau. Diese Arbeit wird immer wieder auch als selbstverständlich angesehen.
So, und was haben wir gemacht, was im Zuge des Teuerungspakets schon fast untergegangen ist? – In einer kürzlich durchgeführten Evaluierung gaben 30 Prozent an, dass sie den Papamonat nicht in Anspruch nehmen, weil quasi der Geldersatz später wieder vom Kinderbetreuungsgeld abgezogen wird. Das haben wir geändert. Wir haben den Papamonat beziehungsweise den Familienzeitbonus
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