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Rede von Nationalratspräsidentin Doris Bures anlässlich der Verleihung eines Ehrenzeichens an den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz im Parlament

Freitag, 20. Februar 2015

Sehr geehrter Herr Präsident des Europäischen Parlaments!
Lieber Martin Schulz,

es ist mir eine ganz außerordentliche Freude, Dich hier bei dieser Festveranstaltung begrüßen zu dürfen. Es ist immer schön, Dich in Österreich zu wissen. Dass Du aber heute bei uns bist, hat einen besonders erfreulichen Grund. Heute soll Dir mit dem "Großen Goldenen Ehrenzeichen am Bande" für Deine Verdienste um die Republik Österreich gedankt werden.

Du hast Dich in der Vergangenheit wiederholt als guter Freund unseres Landes erwiesen – und hast Dich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Beziehung zwischen dem österreichischen und dem Europäischen Parlament enger und noch besser wird.

Als Präsidentin des österreichischen Nationalrates möchte ich Dir dafür meine tiefe Verbundenheit aussprechen und Dir versichern, dass diese gute Zusammenarbeit fortgesetzt wird.

Was Dich, lieber Martin, so besonders auszeichnet, ist Dein unermüdlicher Einsatz für die Demokratie in der Europäischen Union. Als Präsident des Europäischen Parlaments hast du über alle Parteigrenzen hinweg bewiesen, dass es Dir ernst ist mit der Demokratisierung Europas.

Das Europäische Parlament ist heute stärker, selbstbewusster und bedeutender als je zuvor. Und niemand wird bestreiten, dass dieses neue Gewicht ganz eng mit dem Namen Martin Schulz verbunden ist. Du hast einmal gesagt: "Wenn Europa bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen soll, dann müssen wir es vom Kopf auf die Füße stellen." Das ist eine treffende Analyse. Mit Deinem Einsatz für soziale Gerechtigkeit in der EU treibst du diese Umkehr entscheidend voran.

Europa hat auf mehreren Schauplätzen ernste Krisen zu bewältigen. Umso wichtiger sind Menschen wie Du. Menschen, die Probleme offen ansprechen, klare Worte finden, Haltung zeigen und mit ganzer Leidenschaft das Sozial- und Friedensprojekt Europa vorantreiben.

Frieden ist für uns mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden heißt auch: Armut und soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Denn es ist der soziale Frieden, der unsere Gesellschaften und unsere Gemeinschaft zusammenhält.

Lieber Martin Schulz, herzlich willkommen!

Wir freuen uns, dass Du heute bei uns bist – am 20. Februar 2015 – dem Welttag der Sozialen Gerechtigkeit.