LETZTES UPDATE: 23.11.2017; 11:22
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Präsidentin des Nationalrates Elisabeth Köstinger

Elisabeth Köstinger wurde am 22. November 1978 in Kärnten geboren und wuchs auf einem kleinen landwirtschaftlichen Familienbetrieb in St. Paul im Granitztal auf.

1998 maturierte sie an der HBLA Wolfsberg und begann im darauffolgenden Jahr bis 2003 als Assistentin bei der Kärntner Gebietskrankenkasse zu arbeiten. Sie beendete diesen Job, um an der Universität Klagenfurt das Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie das der angewandten Kulturwissenschaften zu studieren. Währenddessen übte sie freiberufliche Tätigkeiten im Kommunikationsbereich aus.

Früh engagierte sie sich bei der Landjugend. Zuerst in der Ortsgruppe Granitztal, dann wurde sie Bezirksleiterin in Wolfsberg, Landesleiterin in Kärnten und schließlich leitete sie die Landjugend von 2002 bis 2006 bundesweit. 2007 wurde sie zur Obfrau der Österreichischen Jungbauernschaft gewählt. Das Engagement in der Jungbauernschaft und im Bauernbund, dem sie als Vizepräsidentin vorsteht, brachte sie 2009 ins Europäische Parlament. 2014 wurde sie erneut gewählt.

Im Europäischen Parlament war sie Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und im Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter. Des Weiteren engagierte sie sich als stellvertretendes Mitglied stark im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie im Untersuchungsausschuss zu Emissionsmessungen in der Automobilindustrie. Beobachtende Funktion hatte sie im Ausschuss für Fischereiangelegenheiten. 2014 wurde Köstinger für ihr Engagement zur „EU-Abgeordneten des Jahres 2014" in der Kategorie "Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten“ ausgezeichnet.

Von 2011 bis zur Niederlegung ihres Europamandates war sie stellvertretende Delegationsleiterin der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament und seit 2014 Vizepräsidentin der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft sowie Landwirtschafts-, Umwelt- und Frauensprecherin der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament.

Sie ist auch Präsidentin des Ökosozialen Forum Europas, sowie Vizepräsidentin des Ökosozialen Forum Österreichs.

Im Mai 2017 wurde sie Generalsekretärin der neuen Volkspartei und kandidierte für die Nationalratswahl in ihrer Heimat Kärnten. Mit einem ausgezeichneten Vorzugsstimmenergebnis schaffte sie den Sprung in den Nationalrat und wurde am 9. November in der konstituierenden Sitzung der XXVI. Gesetzgebungsperiode angelobt und zur Nationalratspräsidentin gewählt. „Mit großer Demut und Dankbarkeit“ nahm sie die Wahl an und wird „ihr Bestes dafür tun, eine Präsidentin für alle Abgeordneten des Hauses zu sein.“

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