News 21.10.2026, 17:05
Vereinfachtes Reisen

Noch viele Fragen offen zu "Passenger Package" der EU

Wie die Europäische Kommission das Bahnfahren in Europa einfacher und attraktiver machen will, war Thema im EU-Unterausschuss des Nationalrats.

Mit dem "Passenger Package" der Europäischen Kommission befasste sich der EU-Unterausschuss des Nationalrats. Dieses soll Verbesserungen für Fahrgäste in Europa bringen und umfasst drei Verordnungsvorschläge der Europäischen Kommission. Es besteht aus Vorschlägen für multimodales Buchen, die Ausstellung von Eisenbahnfahrkarten sowie Änderungen bei den Fahrgastrechten.

Abgeordnete aller Fraktionen begrüßten grundsätzlich das angestrebte Ziel des "Passenger Package". Viele ihrer Fragen dazu blieben allerdings in der Debatte noch offen. Verkehrsminister Peter Hanke betonte, dass die technischen Details zu den Verordnungsvorschlägen nun erst auf europäischer Ebene ausdiskutiert werden müssten. Zudem gelte es sicherzustellen, dass das "Passenger Package" der Europäischen Kommission den Reisenden in Europa tatsächlich spürbare Verbesserungen bringen werde.

Verkehrsminister Peter Hanke hob hervor, dass es insbesondere in Zeiten unsicherer Energieversorgung von großer Bedeutung sei, die europäische Bahnindustrie weiter zu stärken.

Europäische Strategie für die Eisenbahnindustrie

Die Bedeutung der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Europäische Eisenbahnindustrie wurde in einem weiteren Tagesordnungspunkt diskutiert. Verkehrsminister Peter Hanke erneuerte seine Forderung nach einer Strategie für die europäische Eisenbahnindustrie angesichts der hohen Zahl an Arbeitsplätzen in diesem Sektor und im Sinne der Resilienz. Außerdem informierte der Minister die Abgeordneten über die künftige Ausgestaltung des Förderprogramms "Connecting Europe Facility" für den Ausbau grenzüberschreitender Eisenbahninfrastrukturprojekte.

Gütertransport mit emissionsfreien Fahrzeugen

Schließlich setzten sich die Abgeordneten mit einem Richtlinienänderungsvorschlag auseinander, mit dem die zulässigen Gewichte und Abmessungen bestimmter Straßenfahrzeuge angepasst werden sollen, um Anreize für Investitionen in emissionsfreie Technologien zu schaffen. Ein im Zuge der Debatte von den Grünen dazu eingebrachter Antrag auf Mitteilung an die Europäische Kommission, den Rat und das Europäische Parlament blieb mit den alleinigen Stimmen der Grünen in der Minderheit. Darin wurde unter anderem gefordert, dass dem Schutz besonders belasteter Alpen- und Transitkorridore, der Infrastrukturtragfähigkeit und dem unionsweiten Ziel der Güterverlagerung auf die Schiene Rechnung zu tragen sei.