Seit einem Jahr geht der auf Verlangen der FPÖ eingesetzte Pilnacek-Untersuchungsausschuss der Frage nach, ob es nach dem Tod des ehemaligen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek politischen Einfluss auf die Ermittlungen gegeben hat bzw. ob die zuständigen Behörden schlampig gearbeitet haben. Mit 3. November hätte die Beweisaufnahme beendet werden sollen, nun hat sich die FPÖ kurz vor Ablauf der Frist für eine dreimonatige Verlängerung des Ausschusses entschieden und ein entsprechendes Verlangen eingebracht. Damit will sie unter anderem sicherstellen, dass entschuldigte Auskunftspersonen wie der ehemalige Bundeskanzler Karl Nehammer und die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler doch noch befragt werden können. Auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz soll in den U-Ausschuss kommen. Ein Fahrplan für die weiteren Befragungen steht noch nicht fest.
Der Pilnacek-Untersuchungsausschuss hat bisher rund 50 Auskunftspersonen befragt.